Mehr Wohnungen für Asylbewerber in Dresden

Dresden steht in der Pflicht, für die Dauer der Asylverfahren in diesem Jahr insgesamt 749 Personen aufzunehmen. Die Unterbringungskapazitäten wurden im Dezember 2013 im Vergleich zum Vorjahr auf 1 374 Plätze fast verdoppelt. +++

Noch bis Jahresende erwartet die Landeshauptstadt Dresden 340 Asylbewerber aus der zentralen Erstaufnahmeeinrichtung des Freistaates Sachen. Die wöchentlichen Kontingente sind mit der Landesdirektion Sachsen bereits abgestimmt. Bereits in den nächsten Tagen werden weitere 60 Personen erwartet. Bürgermeister Martin Seidel besuchte deshalb heute (26. November) vorab eine neu eingerichtete Vierraumwohnung für Asylbewerber in einem Plattenbauwohngebiet in der Radeberger Vorstadt. Sie ist typisch für die noch folgenden Wohneinheiten.
 
„Hier sind keine Luxuswohnungen entstanden. Die Einrichtungen sind funktional und entsprechen dem Standard einer Erstausstattung für Sozialhilfebezieher. Auch die Wohnungsmieten bewegen sich im angemessenen Bereich für Empfänger von sozialen Leistungen“, so Martin Seidel. Ergänzt werden die Ausstattungen durch Tische, Matratzen, Stühle und Kissen, die von Dresdner Hotels in den letzten zwei Wochen zur Verfügung gestellt worden sind. Martin Seidel dazu: „Ein herzliches Dankeschön an die Hotelbetriebe aus Dresden und Freital, die sich an dieser kurzfristigen Spendenaktion beteiligt haben!“

Derzeit leben bereits knapp fünfzig Prozent der Dresdner Asylbewerber in eigenen oder von der Stadt angemieteten Wohnungen. Dieser Anteil wird weiter ausgebaut. Besonders Familien sollen dezentral in Wohnungen untergebracht werden. Allein 65 Wohnungen stellt die Gagfah Group bis Jahresende dafür bereit. Für Unternehmenssprecher, Dirk Schmitt, ist das selbstverständlich: „Mit der Stadt arbeitet die Gagfah Group insbesondere im sozialen Bereich seit Jahren sehr eng zusammen. Das Engagement beginnt bei der Betreibung eines Wohnheims für Asylbewerber in der Johannstadt und endet noch lange nicht mit unserer Unterstützung bei der jährlichen Erstellung des Dresdner Mietspiegels. Damit die Wohnungen kurzfristig bezugsfertig werden, haben wir eigens einen Koordinator für die Zusammenarbeit mit der Stadt abgestellt.“

Quelle: Stadt Dresden