Mehrgenerationenprojekt an der Oper Leipzig

Was ist eigentlich ein Held? Und wie hat sich das Heldentum seit damals verändert? Diesen Fragen widmet sich das Mehrgenerationenprojekt der Oper Leipzig „Ich will aber kein Held sein“, für welches derzeit eifrig geprobt wird. Es ist eine Geschichte um Helden und Feiglinge, Zweifler und Draufgänger.

Bereits zum dritten Mal erarbeiten Kinder und Erwachsene in diesem Rahmen ein gemeinsames Stück.

Die Senioren treten als Götter auf. Wotan leitet die wöchentliche Dienstbesprechung. Die anwesenden Götter besprechen nacheinander die aktuelle Lage der Welt und zeigen sich dabei wenig beeindruckt von den Helden der Neuzeit. Vorbei sind die Zeiten, in denen der tapfere Jüngling auszog, um Drachen zu bekämpfen und das Herz einer holden Maid zu erobern.

Die Schüler zeigen dem Publikum, was einen Helden in unserer Zeit ausmacht. Vom Geheimagenten im Auftrag ihrer Majestät, über Castinggewinner aus dem Fernsehen bis hin zum Comic-Helden. Doch auch sie gehen dabei sehr kritisch auf aktuelle Ereignisse ein. Eine Textvorlage für das Stück gab es allerdings nicht.

Am 30. Mai können sich Eltern und Familienangehörige der Darsteller dann das Ergebnis der harten Arbeit ansehen. Die Aufführung findet um elf Uhr im Konzertfoyer der Oper Leipzig statt. Und auch interessierte Leipziger sind zur Premiere herzlich willkommen. Rechtzeitiges Erscheinen ist dabei auf jeden Fall von Vorteil, da die Platzanzahl begrenzt ist.