Meißner Firmen sparen durch Umweltschutz. Erstmals landwirtschaftliche Betriebe Teilnehmer bei „Ökoprofit“

Unternehmen im Landkreis Meißen haben im Rahmen des Projektes „Ökoprofit“ drei Millionen Kilowattstunden Energie eingespart. Damit vermeiden sie ab sofort jedes Jahr den Ausstoß von 5 000 Tonnen Kohlendioxid, die bei der Erzeugung der eingesparten Energie entstehen würden.

Umweltminister Frank Kupfer würdigte heute bei der Abschlussveranstaltung die Leistungen der 16 beteiligten Unternehmen. Zwölf von ihnen wurden neu in die Umweltallianz Sachsen aufgenommen. „Ich freue mich besonders, dass in dieser Runde erstmals in Sachsen auch landwirtschaftliche Betriebe vertreten sind“, betonte Kupfer. „Dies ergab einen ganz besonderen Branchen-Mix, der zeigt, dass betrieblicher Umweltschutz in allen Wirtschaftsbereichen zählt und dass ein Blick über den eigenen Tellerrand neue Potentiale eröffnen kann“, so der Umwelt- und Landwirtschaftsminister weiter. „Dabei ist der Einsatz für geringeren Verbrauch von Energie und Wasser oder die Vermeidung von Abfällen nicht nur eine Leistung für die Umwelt. Auch die eigene Kasse wird entlastet, das haben die beteiligten Unternehmen nun schwarz auf weiß“, so der Minister weiter.

Die einzelnen Maßnahmen sind vielfältig: So spart die GHP Spedition & Lagerei GmbH aus Leuben-Schleinitz durch den Einsatz von Leichtlauföl Kraftstoff ein. Der Milchhof Diera KG optimierte die Abfallsammlung. Die TNT Express GmbH Nossen stellte die Transportbegleitdokumente auf die digitale Version um, die OSTEC Oberflächen- und Schichttechnologie GmbH in Meißen installierte ein zusätzliches Beruhigungsbecken zur Abtrennung von Öl. Insgesamt liegen die Einsparungen bei den 16 Unternehmen jährlich bei 520.000 Euro.

Das einjährige Projekt „Ökoprofit“ bietet Gruppen kleiner und großer Unternehmen aus verschiedenen Branchen mithilfe kompetenter Umweltberater die Möglichkeit, maßgeschneiderte Umweltprogramme zu erstellen. Dabei durchlaufen die Teilnehmer acht gemeinsame Workshops und vier Vor-Ort-Beratungen. Nach einer Prüfung erhalten die Unternehmen ein Zertifikat und können das Logo des Projektes werbewirksam einsetzen.

Einen weiteren Anreiz für Unternehmen, über gesetzliche Vorgaben hinaus freiwillig Umweltmaßnahmen zu ergreifen, bietet die Umweltallianz Sachsen. So erhalten Unternehmen, die über eine EMAS-Registrierung (Umweltmanagementsystem nach EU-EMAS-Verordnung) verfügen, bei Zulassung und Überwachung von Anlagen im Abfall-, Immissionsschutz- und Wasserbereich eine Gebührenermäßigung von 30 Prozent. Darüber hinaus werden sie durch verlängerte Überwachungsintervalle und verringerte Berichtspflichten im Immissionsschutz-, Abfall- und Wasserrecht entlastet.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.umweltallianz.sachsen.de

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

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