Meisterboni soll erhöht werden

Chemnitz- Die sächsische Staatsregierung hat es beschlossen: Meister des Handwerks dürfen sich noch dieses Jahr über die Erhöhung des Meisterbonus freuen. Außerdem sollen zusätzlich 300 Studienplätze zur Lehrerausbildung geschaffen werden.

Mit erhöhtem Druck arbeitet die Handwerkskammer daran, die Chancen für Berufseinsteiger aber auch Berufstätige attraktiver zu machen. Wie es der Name schon sagt, fordert das Handwerk seine Arbeiter körperlich. Dies treibt immer noch zu viele junge Menschen in Dienstleistungsberufe. Immer wieder vergessen wird dabei jedoch, welche Zukunftschancen das Handwerk bietet. Wer sich zum Beispiel für den erweiterten Berufsweg entscheidet, kann mit einem Meister das gleiche Ausbildungsniveau erreichen, wie ein Student mit Bachelorabschluss. Dies ermöglicht den Absolventen nicht nur einen eigenen Betrieb zu führen, sondern auch andere auszubilden.

Allerdings ist die Meisterausbildung auch sehr teuer. Zwischen 5.000 Euro bis 12.000 Euro Lehrgangskosten plus circa 1.000 Euro Prüfungskosten kommen für Interessierte zusammen. Um die Nachkömmlinge etwas zu entlasten, gibt es den Meisterbonus. Dieser soll nun zugunsten der Meisterschüler angepasst werden. Zusätzlich gibt es Förderungen wie BAfög oder die Jungmeister Unterstützung, welche bis zu 50 Prozent der anfallenden Kosten übernimmt. Diese sind allerdings nicht für jedermann zugänglich. Für Vizepräsident Peter Seidel ist Erhöhung des Meisterbonus dennoch ein Schritt in die richtige Richtung.

Zusätzlich umfasst das Sofortprogramm der Sächsischen Staatsregierung 20 Millionen Euro für den Schulhausausbau. Wann die Änderungen greifen, ist allerdings noch ungewiss.