Meisterwerke der Kunstsammlungen Dresden gehen nach Amerika

Anlässlich des Reformationsjubiläums im Jahr 2017 werden unter anderem die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden von November 2016 bis Ende März 2017 im Los Angeles County Museum of Art Schlüsselwerke der deutschen Kunst des 16. Jahrhunderts präsentieren.

Anlässlich des Reformationsjubiläums im Jahr 2017 werden die Staatlichen
Museen zu Berlin, die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und die Bayerischen
Staatsgemäldesammlungen München von November 2016 bis
Ende März 2017 im Los Angeles County Museum of Art (LACMA) Schlüsselwerke
der deutschen Kunst des 16. Jahrhunderts präsentieren.

Ziel der Ausstellung „Renaissance and Reformation: German Art in the Age
of Dürer and Cranach“ ist es, durch bedeutende Kunstwerke einen neuen
Blick auf die Reformation und ihre Zeit zu werfen. „Die Kunst dieser Zeit
zählt zu den wichtigsten Kapiteln deutscher und europäischer Kunst‐ und
Kulturgeschichte. Sie jenseits des Atlantiks zu präsentieren, ist uns ein
Anliegen und eine große Freude“, so die Generaldirektoren der Sammlungen
Michael Eissenhauer (Berlin), Hartwig Fischer (Dresden) und Bernhard
Maaz (München).

Das breite Spektrum an Gemälden, Zeichnungen, Skulpturen und Schatzkunst
zeichnet ein facettenreiches Bild dieser Schlüsselepoche der Geschichte.
Gezeigt werden unter anderem Meisterwerke von Dürer, Cranach,
Holbein, Riemenschneider und Grünewald.
Die Ausstellung gewährt einen Einblick in die religiösen, gesellschaftlichen
und politischen Umbrüche der Zeit. Damit soll ein breites Publikum erreicht
und die Neugierde auch bei solchen Besucherinnen und Besuchern geweckt
werden, die bislang nur wenig vertraut mit den Ereignissen und der Kunst
dieser Epoche sind.

„Die Ausstellung bietet eine einzigartige Gelegenheit, im Süden Kaliforniens
die größten Errungenschaften der deutschen Renaissance-Kunst zu
erleben“, sagt Michael Govan, CEO de LACMA und Wallis Annenberg Director.
„Wir freuen uns sehr, diese Werke anlässlich des 500. ReformationsJubiläums
präsentieren zu können.“
Seit seiner Gründung 1965 hat es sich das Los Angeles County Museum of
Art (LACMA) zur Aufgabe gemacht, eine sowohl kunsthistorisch wie geographisch
übergreifende Kunstsammlung aufzubauen, welche zudem die
einmalig heterogene Gesellschaft der Stadt Los Angeles repräsentiert.
Heute ist das LACMA das größte Kunstmuseum der westlichen Vereinigten
Staaten, mit einer enzyklopädischen Sammlung von über 120.000 Objekten,
die von der Antike bis zur Gegenwart reichen und die ganze geographische
Welt sowie fast die gesamte Kunstgeschichte umspannen.

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Die Ausstellung wird mit Unterstützung des Auswärtigen Amts ermöglicht.
Außenminister Frank-Walter Steinmeier, der die Schirmherrschaft übernommen
hat, erklärte dazu in Berlin:

„Die Reformation hat die damalige Ordnung der Welt entscheidend verändert,
auch das Verhältnis des Bürgers zu Staat und Kirche und das Verständnis
von Freiheit. Die Reformation forderte nicht nur Kirche heraus, sie
stellt Anforderungen an die Politik, die so heute gültig sind. Martin Luther
fordert für die eigenen Überzeugungen einzustehen, sich einzumischen,
Verantwortung zu übernehmen und für Aussöhnung und Dialog zu arbeiten.
Deshalb ist das Reformationsjubiläum für Politik, auch für unsere
Auswärtige Kulturpolitik bis heute Auftrag! Ich danke den Staatlichen
Sammlungen in Berlin, Dresden und München für die exzellente Zusammenarbeit
und hoffe, dass sich möglichst viele Besucher die Ausstellung
„Renaissance and Reformation“ ansehen.“