Merkel besucht Mikroelektronik-Standort Dresden

Zum Strategiegespräch hatte die Fraunhofer-Gesellschaft am Dienstag in Dresden-Klotzsche geladen. Mikroelektronik Made in Sachsen hat nach Auffassung der Bundesregierung eine zentrale Schlüsselfunktion für die zukünftige Entwicklung Deutschlands.+++

Im Video sehen Sie die Statements von Dr. Angela Merkel (CDU), Bundeskanzlerin, Prof. Dr. Johanna Wanka (CDU), Bundesministerin für bildung und Forschung sowie Dr. Rutger Wijburg, Geschäftsführer Globalfoundries Dresden.

Tillich wirbt für breite Unterstützung der Mikroelektronik

Gemeinsamer Besuch von Mikroelektronik-Cluster Dresden mit Merkel und Wanka

Dresden (14. Juli 2015) – Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat bei einem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Dresden für eine breite Unterstützung der Mikroelektronik durch Berlin und Brüssel geworben und zugleich die Bedeutung der Branche für ganz Europa hervorgehoben.

„Auch hier in ´Silicon Saxony´ entscheidet sich ein Stück weit die Zukunft Europas. Europa muss ein Standort der Mikroelektronik sowohl für Forschung als auch Produktion bleiben. Dies ist wichtig, um im globalen Wettlauf nicht in Abhängigkeiten zu geraten“, mahnte Tillich.

Er bezeichnete Halbleiter als „Grundwerkstoff des 21. Jahrhunderts“ und Treiber von Innovationen. Um bei neuen Entwicklungen die Nase vorn zu haben, seien auch künftig immer wieder erhebliche Investitionen erforderlich. „Das kann der Freistaat Sachsen alleine nicht stemmen. Wir brauchen die Unterstützung Deutschlands und Europas“, sagte Tillich.

Ausdrücklich dankte er der Bundeskanzlerin für die bisherigen Anstrengungen und dafür, dass sie mit ihrem Besuch das Scheinwerferlicht erneut auf das Thema gelenkt habe. In Dresden besuchten Tillich und Merkel sowie Bundesforschungsministerin Johanna Wanka das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme sowie die Chiphersteller Infineon und Globalfoundries.

Globalfoundries hatte am Vortag weitere Investitionen in Millionenhöhe in eine neue Produktionstechnik am Standort Dresden angekündigt. Tillich begrüßte dies als wichtigen Technologiesprung und weiteren Schritt, um die Mikroelektronik als bedeutende europäische Schlüsselindustrie zu stärken.

In der Vergangenheit hatte der Regierungschef wiederholt für eine starke europäische Halbleiterbranche geworben und vor einer Abwanderung von Schlüsselindustrien aus Europa gewarnt. Erst Ende Juni führte er dazu in Brüssel Gespräche – unter anderem mit EU-Kommissionspräident Jean-Claude Juncker.

„Silicon Saxony“ ist europaweit der größte Mikroelektronik-Cluster. Die Mikroelektronik- einschließlich der Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche in Sachsen umfasst 2.200 Unternehmen mit mehr als 57.000 Beschäftigten. Jeder zweite in Europa produzierte Chip stammt heute aus Sachsen. Vor allem der Maschinen- und Anlagenbau sowie die Elektroindustrie und der Fahrzeugbau sind auf eine wettbewerbsfähige Mikroelektronik-Branche in Deutschland und Europa angewiesen.

Quelle: Pressemitteilung der Sächsischen Staatskanzlei

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