Michelle Lewis tourt durch Sachsen

Dresden - „The Parts Of Us That Still Remain“, so der Titel der aktuellen Platte der US-amerikanischen Singer-/Songwriterin Michelle Lewis. Sie hat bereits für Cher, Hilary Duff oder Kelly Osvourne getextet. Melancholie, Traurigkeit und gleichzeitig Frohsinn prägen den Sound der US-Amerikanerin mit außergewöhnlicher Stimme. Am 28. September spielt die Sängerin im Live-Club Tante JU. Das Konzert in der Albertstadt beginnt 20 Uhr.

Die aus Boston stammende Musikerin Michelle Lewis lebt in Los Angeles. Mit ihrer aktuellen Platte The Parts Of Us That Still Remain stellt sich mir die Frage, wie ich sie musikalisch einordnen soll. Singer/Songwriter oder Country? Nun, die Lösung liegt irgendwo dazwischen.

Mit ihrer ersten Platte aus 2004, ”This Time Around”, war dieses auch in etwa der Fall, obwohl die Musik seinerzeit eher unter Folk eingeordnet wurde. Nun, bei der neuen CD wechseln sich Stimmung und Ausrichtung ab. Erinnert mich der Eröffnungssong noch stark an die Musik der Kollegin Nancy Griffith, so ist auch die Stimme ein wenig ähnlich, so liegt das beim zweiten Song schon anders.

Hier schiebt sich dezent noch ein Hauch Pop dazwischen, und so überrascht die Künstlerin im Verlauf der Platte immer wieder, “None of That Now“ ist eine wunderschöne Ballade im Umfeld von Country/Singer/Songwriter, mit dezenter Akkordeonbegleitung, und der im Walzertakt schwebende Song “Just Like a Movie“ verzaubert durch den Einsatz von Cello und Klarinette.

Allen Stücken gemein ist diese unglaublich schöne harmonische Atmosphäre, oft mit ganz viel Melancholie und bisweilen Traurigkeit ausgestattet, aber nie mit einer depressiven Ausrichtung belegt. Nein, in dieser Traurigkeit liegt sogar oft ein wenig Fröhlichkeit, so paradox das auch klingen mag. Außergewöhnlich ist die Stimme der Protagonistin, teils geht es eben in die oben erwähnte Richtung (Nancy Griffith), dann schwingt ein Hauch Dolly Parton mit, aber letztlich bildet sich gesamt ein eigenständiger Ausdruck heraus, verbunden mit einer zarten und mitunter zerbrechlich wirkenden Ausprägung. Dazu kommt diese hoch emotional angesiedelte Stimmung der Songs, die voller Harmonie und Schönheit glänzen. Ganz schön, mit einem Streichquartett angereichert, werden wir aus dieser Platte verabschiedet, eine Platte mit Musik, die zum Träumen und Entspannen anregt.

Text: PR

Artikel erstellt von: Jonathan Wosch