Mieterbund erwartet steigende Mieten für 2012

Der Mieterbund Sachsen rechnet für das Jahr 2012 mit steigenden Mieten im Freistaat. Geschuldet ist dies der desolaten Finanzsituation der Kommunen, dem Härte-Winter 2011 und dem Wachstum in den Großstädten. +++

Sachsens Großstädte sind gefragt wie nie. Doch das bringt nicht nur Vorteile. Viele Anfragen auf zu wenig Wohnung lassen die Mietpreise in die Höhe schnellen. So schnell können die Kommunen auch den Leerstand nicht sanieren, wie er benötigt wird. Zudem verlängerte der Winter 2011 die Heizperiode, nun müssen die Sachsen für Nebenkosten tiefer in die Tasche greifen. 

Zahlten die Sachsen im vergangenen Jahr noch durchschnittlich 2,30 Euro pro Quadratmeter im Monat für Betriebskosten müssen sie sich für 2012 auf eine größere Belastung der eigenen Haushaltskasse einstellen. „Vor allem die langanhaltenden Frostperioden zu Beginn des Jahres 2011 haben zu einem höheren Heizenergieverbrauch geführt. Das wird sich deutlich in der Abrechnung zeigen“, sagte Anke Matejka, Vorsitzende des Mieterbundes Sachsen.

Ein gegenläufiger Trend sei derzeit nicht zu erkennen. 

In der Vergangenheit punktete der Freistaat mit günstigen Kaltmieten was aber in jüngster Zeit durch die im bundesdeutschen Vergleich sehr hohen Betriebskosten teilweise schon wieder konterkariert wurde. Bis zu 5 Prozent mehr muss im Durchschnitt in Sachsen bezahlt werden.

Die Vorsitzende des Mieterbundes Sachsen empfiehlt den Mietern: „Es sollte genau auf die Nebenkostenabrechnung geachtet werden. Sich abzeichnende Mehrkosten gilt es im Zweifelsfall prüfen zu lassen.“