Mieterbund kritisiert Einschränkung der Warmwasserversorgung

Sachsen - Wegen der hohen Energiepreise kritisiert der Deutsche Mieterbund die Einschränkung der Warmwasserversorgung bei einer sächsischen Wohnungsgenossenschaft.

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Verbandspräsident Lukas Siebenkotten, sagte der Funke-Mediengruppe laut Bericht vom Dienstag, dass das Vorgehen der Wohnungsgenossenschaft Dippoldiswalde nicht in Ordnung sei. Die vertragliche Situation sei eindeutig, sodass der Vermieter rund um die Uhr warmes Wasser zur Verfügung stellen müsse.

Der Mangel an Warmwasser sei ein Grund zur Mietminderung. Dafür hält Siebenkotten eine Verringerung der Miete um rund zehn Prozent für zulässig. Es sei nicht die Aufgabe des Vermieters, den Mieter zum Energiesparen zu zwingen, sagte Siebenkotten. Erst wenn alle Mieter einverstanden seien, wäre eine solche Maßnahme zulässig. Dafür müsse der Vermieter in jedem Mieterhaushalt individuell nachfragen, einen einseitigen Aushang aufzuhängen genüge nicht, meinte Siebenkotten.

Angesichts der gestiegenen Energiepreise hatte die Wohnungsgenossenschaft Dippoldiswalde entschieden, Warmwasser nur noch morgens, mittags und abends zur Verfügung zu stellen. Es gehe nicht darum, die Mieter zu ärgern, sondern um einen kleinen Beitrag sich einzuschränken, hatte der Vorstand gesagt. Die Genossenschaft habe im April auch schon die Betriebskosten-Vorauszahlung verdoppelt. (mit dpa)