Mietverein Dresden rät: Heizung und Mietminderung

Während der Heizperiode muss der Vermieter die Heizungsanlage so einstellen, dass eine bestimmte Mindesttemperatur erreicht wird.

20 bis 22 Grad Celsius werden in der Regel als ausreichend angesehen.

Von der Senatsverwaltung für Gesundheit und Umweltschutz Berlin werden folgende Temperaturen als besonders gesund und ausreichend empfohlen: Tagsüber im Wohnzimmer: 21°C, im Ess- und Kinderzimmer: 20°C, in der Küche und im Schlafzimmer: 18°C, im Badezimmer: 23°C. Zwischen 23 Uhr bzw. 24 Uhr und 6 Uhr reichen nach Auffassung verschiedener Gerichte 18°C aus. Werden die angegebenen Temperaturen regelmäßig nicht erreicht, liegt ein Mangel vor. Zwischen 13 und 50 Prozent Mietminderung billigt die Rechtsprechung betroffenen Mietern in Abhängigkeit von den konkreten Bedingungen zu.

Bei Totalausfall der Heizung im Winter ist sogar eine 100prozentige Mietminderung möglich. Wenn die Wiederherstellung der Beheizbarkeit in absehbarer Zeit fraglich ist, kann der Mieter auch fristlos kündigen (OLG Dresden 5 U 260/02). Mängel an der Heizung sollten Mieter unverzüglich ihrem Vermieter unter Fristsetzung zur Beseitigung anzeigen. Ist der Vermieter mit der Mangelbeseitigung in Verzug oder liegt ein dringender Notfall vor (Heizungsausfall im Winter und weder Vermieter noch Verwalter sind erreichbar) darf der Mieter nach Information des Mietervereins Dresden und Umgebung e.V. die Reparatur selbst in Auftrag geben und vom Vermieter den Rechnungsbetrag zurückfordern.

+++ Weitere Informationen dazu finden Sie in der neu aufgelegten Broschüre des Deutschen Mieterbundes „Wohnungsmängel und Mietminderung“ (Preis 6,00 €), erhältlich beim Mieterverein Dresden und Umgebung e.V., Fetscherplatz 3, 01307 Dresden, Tel. 0351-866450; EMail: mieterverein-dresden@mieterbund.de, www.mieterverein-dresden.de +++ Nur für die Redaktion: Bei Rückfragen, Ansprechpartner: Dr. Mathias Wagner (Mitarbeiter für Öffentlichkeitsarbeit) Durchwahl: 0351-86645-21

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