Milder Winter birgt Gefahren für Pflanzen und Tiere

Der Winter ist bis jetzt viel zu mild. Statt Schneetreiben sprießen die ersten Frühblüher aus der Erde. Doch in der nächsten Woche soll es wieder kälter werden.+++

In ganz Sachsen war es die letzten Wochen zu mild für die Jahreszeit. Statt Schnee gab es einen Mix aus Regen, Sonne und Wind., also eher herbstliches Wetter. Die Wintersportgebite klagen über verwaiste Loipen. Wenn heute Nacht kein Schnee fällt wird die letzte offene Piste an der Fichtelberg Schwebebahn geschlossen. Und auch in Klingenthal und Carlsfeld, dem angeblich schneesichersten Ort im Erzgebirge, sieht es schlecht aus. Dort wurde der der Liftbetrieb jeweils schon eingestellt. Aber nicht nur dem Tourismus macht das milde Wetter zu schaffen, natürlich kommt auch die Natur durcheinander. Viele Tiere unterbrechen ihren Winterschlaf, einige Vögel widmen sich schon der Balz oder sogar dem Nestbau.

O-Ton: Jürgen Kasek, Vorsitzender Bund für Umwelt und Naturschutz Leipzig e.V.

Probleme könnten die Vögel vor allem dann bekommen, wenn es nun noch einmal richtig kalt wird. Denn einige Zugvögel, wie Stare und Kraniche, sind in Deutschland geblieben. Außerdem wäre starker Frost für eventuell bereits gelegte Eier verheerend. Aber auch die heimischen Pflanzen sind betroffen. Einige bekommen bereits Knospen, andere blühen schon. Sollte es in den nächsten Monaten noch einmal kalt werden, drohen auch Ernteausfälle.

O-Ton: Jürgen Kasek, Vorsitzender Bund für Umwelt und Naturschutz Leipzig e.V.

Ob wir noch einen knackig kalten Winter bekommen, dass können die Meteorologen derzeit noch nicht sagen. Fest steht aber, das vom Eismeer über Skandinavien zumindest erst einmal kältere Luft nach Deustchland zieht. Die Temperaturen gehen jetzt auch in Sachsen täglich zurück. Am Wochenende gibt’s auch im Flachland Werte um den Gefrierpunkt und in der nächsten Woche wird es frostig. Zur Wochenmitte hin fällt wohl auch in den sächsischen Großstädten Schnee.