Militär-Fans feiern in Niederau

Dresden - Vor knapp 30 Jahren wurde die Nationale Volksarmee aufgelöst. Damit diese nicht in Vergessenheit gerät, organisieren Vereine immer wieder Veranstaltungen. Am Wochenende zog es deshalb viele Gäste nach Niederau bei Dresden.

Am vergangen Wochenende fand in Niederau bei Dresden das traditionelle Fallschirmspringen statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Kameradschaft der Fallschirmjäger Dresden, Standort Niederau. Bereits seit 5 Jahren gibt es das Event in der kleinen Gemeinde, erklärt Werner Liebscher, stellvertretender Kameradschaftsleiter der Fallschirmjäger Dresden.

Die Kameradschaft zählt mittlerweile 40 Mitglieder. Neben den ehemaligen NVA-Soldaten, gehören aber auch viele junge Leute aus ganz Deutschland dazu. Das besondere Event zieht jährlich viele Besucher an. Denn nicht nur die Fallschirmjäger, sondern auch andere Militärische Einheiten wie die Wehrmacht oder der russische Traditionsverband sind vor Ort und präsentieren ihre historischen Fahrzeuge. "Wir haben keine politischen Motivationen. Es geht nicht um gestern, es geht um heute", erklärt Werner Liebscher. 

Auch in Sachen Uniform, haben sich die Männer und Frauen entsprechend gekleidet. Zwischen all der tarnfarbenen Kleidung stechen besonders die gestreiften, traditionellen Felduniformen der Nationalen Volksarmee ins Auge. Ein Highlight für alle Gäste ist die Teilnahme an einem Tandemsprung. Diesmal konnten nur wenige Sprünge stattfinden. Wegen dichter Wolken und schlechter Sicht musste auch Redakteur Kajetan Byszio am Boden bleiben. Deshalb stieg er anstatt in die Antonow 2 kurzerhand in einen russischen UAZ Geländewagen. Mit Besitzer Andreas Haupt ging es über den Acker vor Niederau.

Trotz des schlechten Wetters zeigen sich die Verantwortlichen zufrieden und hoffen, dass im nächsten Jahr wieder mehr Besucher in den Genuss des Fallschirmspringens kommen können. Weitere Informationen finden Sie unter www.fallschirmjaeger-nva.de.