Militärhistorisches Museum Dresden erhält neues Exponat: Mächtige Infanteriedivision

Am Mittwoch wird eine Infanteriedivision des ersten Weltkriegs angeliefert, dargestellt als 30 Meter langes Diorama. 12.000 Soldaten, 3000 Pferde und 1000 Fahrzeuge, in Kunststoff gegossen und feldmarschmäßig ausgestattet. +++

Die Idee, das klassische Mittel Diorama zu nutzen, kam Dr. Gerhard Bauer, einem wissenschaftlichen Mitarbeiter des MHM, bei einer Tasse Kaffee im Büro: „Ich habe mich gefragt, wie man die schiere Masse an Menschen, Tieren und Material darstellen kann, die eine Division umfasste“, erklärt Dr. Bauer. In Originalgröße wäre eine angetretene Division von 1918 über 2 Kilometer lang. Mit Jens Najewitz und Maik Rohde wurden erfahrene Dioramenbauer gewonnen, die sich auf das Abenteuer, eine ganze Infanteriedivision im Maßstab 1:82 darzustellen, begeistert einließen. „Jede Figur musste etwa sechs mal handwerklich bearbeitet, gestaltet und schließlich festgeschraubt werden“, erläutert Jens Najewitz. Um den Eindruck der Verniedlichung zu vermeiden und die Wirkung der Beleuchtung in der künftigen Ausstellung zu optimieren, entschloss man sich bei der Ausführung der Figuren für eine neutral hellgraue Farbe. Nur einer der angetretenen Soldaten wird individuell bemalt. Er soll verdeutlichen, dass hinter der „grauen Masse“ der angetretenen Soldaten Menschen mit einem individuellen Schicksal stehen.

Quelle: Militärhistorisches Museum der Bundeswehr

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