Millionenförderung für Dynamos Trainingszentrum

Dresden - Das Trainingszentrum von Dynamo Dresden im Ostragehege ist teurer geworden als geplant. Gründe dafür sind insbesondere eine Baupreissteigerung, Planungsänderungen sowie erhöhte Entsorgungskosten. Zur Tilgung der Kosten hat Dynamo jetzt von der Stadt Dresden eine Millionenförderung bekommen.

© Sachsen Fernsehen

Einen Anstoß der besonderen Art nahmen am heutigen Donnerstag, 24. Juni 2021, Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert und Dynamo Dresdens Geschäftsführer Jürgen Wehlend vor. Im Mittelkreis des Rudolf-Harbig-Stadions übergab der Oberbürgermeister einen Änderungsbescheid über fünf Millionen Euro, der die bisherige Zuwendung um eine Million Euro erhöht. Damit werden die Mehrkosten beim Neubau des Trainingszentrums der SG Dynamo Dresden gefördert. Die AOK Plus Walter-Fritzsch-Akademie wurde rund 4,2 Millionen Euro teurer als geplant. Gründe sind insbesondere eine Baupreissteigerung, Planungsänderungen sowie erhöhten Entsorgungskosten. Die zusätzliche Förderung hat der Stadtrat in seiner Sitzung am 11. Juni 2021 beschlossen. Damit steigt die Förderung der Landeshauptstadt Dresden für das nunmehr rund 19,6 Millionen Euro teure Trainingszentrum auf fünf Millionen Euro.

„Der Stadtrat hat sich mit großer Mehrheit zum Trainingszentrum und damit vor allem zur SGD bekannt. Das ist für alle Seiten ein wichtiges und auch wegweisendes Signal“, so Oberbürgermeister Dirk Hilbert. „Fakt ist aber auch, dass wir alle nach den Ereignissen rund um den Aufstieg in die 2. Liga nicht einfach zur Tagesordnung übergehen können. Ich bin deshalb dankbar, dass sowohl die Verantwortlichen bei Dynamo, als auch Fan-Vertreter den Ernst der Lage erkannt haben und nun ein intensiver Gesprächsprozess mit allen Beteiligten in Gang kommen wird. Politik und Verwaltung werden im Kriminalpräventiven Rat und im Stadtrat nicht über, sondern mit Polizei und Verein sprechen. Heute legen wir den Grundstein, dass diese Gespräche nicht durch weitere finanzielle Themen überlagert werden.“

Geschäftsführer von Dynamo Dresden, Jürgen Wehlend: „Im Namen der SG Dynamo Dresden bedanke ich mich ausdrücklich bei den Vertretern der Landeshauptstadt Dresden und hier insbesondere Oberbürgermeister Dirk Hilbert sowie den Ratsfraktionen, die uns in den vergangenen Monaten bei sehr wichtigen Themen engagiert unterstützt haben. Hinsichtlich der Betriebskostenzuschüsse für das Rudolf-Harbig-Stadion haben sie eine für die SGD existenzielle Entscheidung getroffen, um die Stadionmiete für den Spielbetrieb in der 2. Bundesliga auf ein annähernd marktübliches Niveau zu bringen. Die Übernahme der von Dynamo nicht verschuldeten Mehrkosten für den Bau der AOK PLUS Walter-Fritzsch-Akademie bedeutet letztendlich Planungssicherheit für alle Nutzer kommunaler Sporteinrichtungen. Die Landeshauptstadt ist und bleibt ein verlässlicher Partner des Dresdner Sports, und zwar für alle Vereine, egal ob groß oder klein.“

Wettbewerbsfähige Stadionmiete
Im gleichen Rahmen unterzeichneten Sportbürgermeister Dr. Peter Lames sowie Axel Eichholtz als Geschäftsführer der BAM Sports GmbH, Muttergesellschaft der Stadion Dresden Projektgesellschaft mbH & Co. KG, einen neuen Vertrag über die Zahlung einer Betriebsbeihilfe zur Unterstützung der Stadion Dresden Projektgesellschaft mbH & Co. KG. Dafür soll die Betreibergesellschaft des Rudolf-Harbig-Stadions jeweils 1,5 Millionen Euro für die Wirtschaftsjahre 2020/21 und 2021/22 erhalten. Diese Förderung ist an die Bedingung geknüpft, die Miete für die SG Dynamo Dresden in gleicher Höhe für die Spielzeiten 2020/21 und 2021/22 zu senken. Der Stadtrat gab dazu ebenfalls in seiner Sitzung vom 11. Juni 2021 grünes Licht. Mit dieser Zahlung kann die SG Dynamo Dresden das Rudolf-Harbig-Stadion nun zu konkurrenzfähigen, aber marktüblichen Bedingungen nutzen.

Die bisher durch den Stadtrat legitimierte und bis zum Ende des Wirtschaftsjahres 2019/20 am 30. Juni 2020 geltende Vereinbarung zwischen der Landeshauptstadt Dresden und der Stadion Dresden Projektgesellschaft mbH & Co. KG war ausgelaufen. Infolge des Abstiegs der SG Dynamo Dresden in die Dritte Liga war darüber hinaus für die rechtssichere Gestaltung dieser Vereinbarung ein Nachweis zur Marktüblichkeit der Stadionmiete sowohl unter regulären, als auch unter Pandemiebedingungen zu erbringen. Ein Nachweis lag bislang nur für die 2. Bundesliga vor und konnte in enger Zusammenarbeit zwischen der Landeshauptstadt Dresden, der Stadion Dresden Projektgesellschaft mbH & Co. KG sowie der SG Dynamo Dresden Ende Januar 2021 erbracht und in den Vertrag eingearbeitet werden.

Sportbürgermeister Dr. Peter Lames: „In einer einzigen Sitzung hat der Stadtrat zwei Förderungen auf den Weg gebracht. Das ist ein klares Bekenntnis der Stadt zum Verein und dazu, dass wir auch zukünftig unseren Beitrag zum sportlichen Erfolg leisten wollen. Zugleich besteht die Erwartung, dass der Verein und alle seine Verantwortlichen ihrer Verantwortung für den sozialen Zusammenhalt gerecht werden.“

Quelle: Stadt Dresden