Milzbrand-Alarm am Bundesverwaltungsgericht

Brief mit verdächtigem Pulver in der Poststelle eingegangen. Spezialkräfte im Einsatz. Ein Mitarbeiter vorsorglich im Krankenhaus.  +++

Viele Leipziger trauten heute ihren Augen nicht. Das Bundesverwaltungsgericht in der Harkortstraße nahe des Rings wurde am Vormittag großräumig abgesperrt. Dutzende Einsatzkräfte boten ein beunruhigendes Bild. Es war ein Milzbrand-Alarm, der hier für große Aufregung sorgte. Polizei, Rettungsdienste und Kampfmittelspezialisten waren vor Ort und alles drehte sich um ein weißes Pulver. Ein Brief mit der bisher unbekannten Substanz war am Morgen in der Poststelle aufgetaucht. Der Stoff rieselte heraus, ein 48-jähriger Mitarbeiter kam damit in Berührung und wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Dann nahmen die Spezialisten in Gasmasken und Schutzanzügen ihre Arbeit auf. Der Brief wurde sichergestellt und zur Landesuntersuchungsanstalt gebracht. Bis ein Ergebnis vorliegt, wird es aber laut Polizei etwa drei bis vier Wochen dauern.
Da die mögliche Kontamination mit gefährlichen Erregern nur die Poststelle des Bundesverwaltungsgerichtes betrifft, musste nicht das ganze Gebäude evakuiert werden. Und ersten Erkenntnissen zufolge geht es auch dem Mitarbeiter der mit dem Pulver in Berührung kam gut. Der Brief war übrigens nicht an eine bestimmte Person, sondern nur allgemein an das Bundesverwaltungsgericht adressiert. Der Absender ist unbekannt.