Mindestlohnkampagne in Dresdner Gastronomie-Branche

Initiative Basisgewerkschaft Nahrung und Gastronomie (I-BNG) streitet für 8,50 Euro Mindestlohn. +++

In der lokalen Basisgewerkschaft der Freien ArbeiterInnen Union Dresden (FAU) hat sich eine Initiative für eine Basisgewerkschaft Nahrung und Gastronomie aufgestellt. Diese startete am 21. Oktober mit einem gut besuchten öffentlichen Arbeitsrechtsseminar für Gastro-Beschäftigte ihre Mindeslohnkampagne „8,50€ – Drunter geht’s nicht“. Zeitgleich ging am gestrigen Tag eine Lohntabelle für Gastronomie-Betriebe online. (https://libertaeres-netzwerk.org/)

Mit der Kampagne will die junge Initiative ein Zeichen setzen. „Wir wollen zeigen: Organisieren und Kämpfen lohnt sich! Wir machen uns unabhängig von Wahlversprechen und Koalitionsverhandlungen“ bestätigt Maria Fischer, Sprecherin der Gewerkschaftsinitiative, im Zuge der Mindestlohndebatte. Mit der Lohntabelle will man auch an Kundinnen und Kunden appellieren, Lokale mit Mindestlöhnen zu bevorzugen.

Das setzt auch die ArbeitgeberInnen unter Druck. Die Ende Juli gegründete I-BNG Dresden ist aktuell in den ersten sechs Betrieben vertreten und organisiert dort zum Teil 100 Prozent der Belegschaft. „Wir müssen aufhören jede Situation im Betrieb hinzunehmen, dafür ist Organisation und Weiterbildung grundlegend“, kommentiert Fischer den Start der Kampagne. Ziel der Kampagne ist es bis Sommer 2014 in möglichst vielen Dresdner Betrieben mit den Beschäftigten per einfachen Verhandlungen und Haustarifverhandlungen das Mindestlohnziel zu erreichen.

Quelle: FAU-Gastrosektion in Dresden