Ministerin Stange will Dresdens Oberbürgermeisterin werden

Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) tritt als überparteiliche Kandidatin an und legt alle innerparteilichen Ämter in der SPD nieder. Vor allem der Spaltung der Stadt in arm und reich möchte die gebürtige Mainzerin entgegenwirken.+++

Sie bleibt aber vorerst Ministerin.

Am Mittwoch hat die unabhängige Wählervereinigung „Gemeinsam für Dresden“ die Wissenschaftsministerin nun offiziell als überparteiliche Kandidatin für den kommenden OB-Wahlkampf vorgeschlagen.

Nur der Sächsische Innenminister Markus Ulbig tritt für seine Partei, die CDU an. Gleich zwei Kandidaten stellen sich dem Wahlkampf parteilos. Denn auch FDP-Politiker Dirk Hilbert wurde von einem Verein als überparteilicher Kandidat vorgeschlagen.

Bei einem potentiellen Wahlsieg würde Stange also das politische Parkett auf Landesebene verlassen zugunsten der Dresdner Lokalpolitik.

Interview im Video mit Eva-Maria Stange (SPD), Sächsische Wissenschaftsministerin

Vor allem der Spaltung der Stadt in arm und reich möchte die gebürtige Mainzerin entgegenwirken. Bei ihren Plänen für den Posten als OB kann sie ihre bisherige Tätigkeit als Wissenschaftsministerin nicht verbergen.

Interview im Video mit Eva-Maria Stange (SPD), Sächsische Wissenschaftsministerin

Zu den Erstunterzeichnern des Vorschlags gehört neben dem Initiator und Soziologen Professor Karl-Siegbert Rehberg auch der Student Eric Hattke.

Interview im Video mit Eric Hattke, Student TU-Dresden

Mit Sorge beobachtet Eva-Maria Stange das Demonstrationsgeschehen in Sachsen. Zwar steht sie nach eigenen Angaben für den Dialog mit Bürgern, zu einem Gespräch mit den Organisatoren von Pegida ist sie aber derzeit nicht bereit.

Interview im Video mit Eva-Maria Stange (SPD), Sächsische Wissenschaftsministerin

Wissenschaftsministerin Bereits zwei Mal hat sie die Demonstrationen begleitet, um sich ihr eigenes Bild von der Lage zu machen. 200 Prozent will die Ministerin in den kommenden Wochen geben, um Ministeramt und Wahlkampf unter einen Hut zu bekommen.