Ministerin wechselte Perspektive

Leipzig/Markkleeberg - Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) hat für einen Tag im Wohnverbund "Katharina von Bora" in Markkleeberg mitgearbeitet. Dort Wohnen 61 Menschen mit Behinderung. Köpping hat unter anderem mit den Menschen gesprochen, mit ihnen gekocht und gegessen.

Perspektivwechsel für Petra Köpping: Am Freitag hat die Intergrationsministerin ihren gewohnten Platz im Landtag mit dem in einer Wohnstätte für Menschen mit Behinderung in Markkleeberg getauscht. Dort hat sie bei den Vorbereitungen für das Mittagessen geholfen und mit den Bewohnern gesprochen. Auf dem Speiseplan heute: Kartoffeln mit Quark, und als Nachtisch ein selbstgemachter Obstsalat. Die Bewohner unterhielten sich mit der Ministerin über verschiedene Thema, wie etwa über das Leben in der Einrichtung selbst. Dabei hob sie auch die Bedeutung der Pflegekräfte hervor.

Das Projekt Perspektivwechsel ist von der Freien Wohlfahrtspflege ins Leben gerufen worden. Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft sollen einen Tag lang in soziale Einrichtungen blicken und dort mitarbeiten. Dadurch sollen sie die soziale Arbeit besser verstehen können, erklärt Michael Peukert vom Wohnverbund "Katharina von Bora" der Diakonie Leipzig.

© Leipzig Fernsehen

61 Bewohner leben in dem Wohnverbund in Markkleeberg. Seit Jahreswechsel gibt es auch einen neuen sogenannten "Raum der Tagesstruktur". Er richtet sich an Bewohner, die nicht mehr arbeiten gehen und individuelle Angebote erhalten. Dazu zählen unter anderem gemeinsames Kochen sowie Freizeit-, Beschäftigungs- und Entspannungsangebote.