Ministerium erwartet Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest

Dresden (dapd-lsc). Das sächsische Verbraucherschutzministerium sieht Anzeichen für die weitere Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest in Europa.

Die Seuche dringe von östlichen Teilen des Kontinents Richtung Westen vor, teilte das Ministerium am Freitag in Dresden mit. Bereits vor Jahren kam die Krankheit aus Afrika nach Russland, Armenien und Georgien.

Nun sei der Virus erstmals bei Schweinen in der Ukraine nachgewiesen worden, hieß es. Die Afrikanische Schweinepest gilt als ungefährlich für Menschen. In Schweinebeständen könne sie aber zu hohen Verlusten und wirtschaftlichen Schäden führen, hieß es. Die hochansteckende Krankheit ähnelt der klassischen Schweinepest, es gibt aber keinen Impfstoff.

Um eine Einschleppung in die Europäische Union zu verhindern, sei bereits die Einfuhr von lebenden Schweinen und Schweinefleischerzeugnissen aus betroffenen Staaten verboten worden, hieß es. Auch Reisende aus diesen Ländern sollten keine Schweinefleischerzeugnisse nach Deutschland mitbringen.

Das Sozialministerium forderte zudem Schweinehalter auf, den seuchenhygienischen Schutz in ihren Betrieben zu kontrollieren und zu verschärfen. Nach Angaben eines Sprechers des Sozialministeriums trat die Seuche bislang in Sachsen noch nicht auf. Auch das Bundesagrarministerium und die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands warnten kürzlich vor der Krankheit.

dapd