Ministerpräsident Stanislaw Tillich begnadigt verurteilte Frau

Dana Gerlich war wegen Mordes an ihrem Vater im Oman zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden und verbüßte seit 2005 die omanische Strafe in der Justizvollzugsanstalt Chemnitz. +++

Nach den Feststellungen des Gerichts in Maskat war die Verurteilte gemeinsam mit vier omanischen Mittätern, darunter ihrem omanischen Lebensgefährten, an der Ermordung ihres im November 2003 im Oman eingereisten Vaters am 1. Dezember 2003 beteiligt. Die Verurteilte wurde am 28. Dezember 2003 im Oman festgenommen. Sie hat die Beteiligung an der Ermordung ihres Vaters stets bestritten. In einem sogenannten Exequaturverfahren hat das Landgericht Chemnitz mit Beschluss vom 1. Juni 2005 die Vollstreckung der lebenslangen Freiheitsstrafe in Deutschland für zulässig erklärt. Frau Gerlich verbüßt seit dem 10. Oktober 2005 die omanische Strafe in der Justizvollzugsanstalt Chemnitz.

Das Auswärtige Amt hat mitgeteilt, dass drei der vier Mitverurteilten im Oman aus Anlass des muslimischen Hochfestes „Eid-Al-Adha“ und des 40. Nationalfeiertages freigelassen worden sind. Der Ministerpräsident hat dies zum Anlass genommen, ein Gnadenverfahren von Amts wegen einzuleiten. Mit Entschließung vom heutigen Tag wurde die Freiheitsstrafe zur Bewährung ausgesetzt.

Quelle: Sächsische Staatskanzlei
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