Ministerpräsident Stanislaw Tillich überreicht Sächsischen Verdienstorden

Ministerpräsident Stanislaw Tillich überreicht am Montagnachmittag 22 Bürgern den Sächsischen Verdienstorden. Mit dieser Auszeichnung ehrt der Freistaat Sachsen Menschen, die sich in Politik, Wirtschaft, Kultur, Sozialem, Gesellschaft oder Ehrenamt in herausragendem Maße engagiert haben.

Der Sächsische Verdienstorden wurde 1996 gestiftet und am 27. Oktober 1997 erstmals verliehen. Ihn können in- und ausländische Persönlichkeiten erhalten, die sich um den Freistaat Sachsen und seine Bevölkerung besonders verdient gemacht haben. Außerordentliche Leistungen über einen längeren Zeitraum oder eine ganz außergewöhnliche Einzeltat sind Kriterien für eine Verleihung. Insgesamt darf die Zahl der lebenden Ordensträger 500 nicht überschreiten. Bisher wurde der Sächsische Verdienstorden 187 Mal verliehen.

Die Geehrten im Einzelnen sind:
Verena Beigang (Leipzig)
Seit zwanzig Jahren engagiert sie sich neben ihrem Beruf in vielfältiger Weise ehrenhalber. Von 1990 bis 2003 war sie ehrenamtliche Geschäftsführerin im Bund Deutscher Klavierbauer e. V. Mit der Erkrankung ihres Sohnes an Leukämie im Jahr 1994 hat sie ein schwerer Schicksalsschlag getroffen. Sie pflegte und begleitete ihn bis Mai 1995 in den Tod. Ihre Erfahrungen bringt sie seit 1997 im Verein „Elternhilfe für krebskranke Kinder Leipzig“ ein, wo sie bis 2007 Schatzmeisterin war.

Dr. Hans Haferland (Koblenz)
Der gebürtige Leipziger verließ seine Heimat nach dem Studium im Jahr 1951. In Westdeutschland begann er seine berufliche Laufbahn als Lehrer. Immer um Kontakt nach Sachsen bemüht, hat er 1954 die sächsische Bundeslandmannschaft in Hamburg mitbegründet. Insgesamt 35 Mal beging der Verein den „Tag der Sachsen“, bevor mit der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 das Vereinsziel erfüllt war.

Gerhard Hamann (Krostitz)
Sein ehrenamtliches Engagement begann 1947, als er im Turnverein Glesien das Amt des Kassierers übernahm. Mehr als sechs Jahrzehnte lang hat sich der Sportlehrer in Krostitz für die Entwicklung des Sports, insbesondere des Kinder- und Jugendsports eingesetzt. 1990 hat er die demokratischen Vereins- und Verbandsstrukturen des Landessportbundes Sachsen mit aufgebaut. An der Gründung der Sportjugend Sachsen und des Kreissportbundes Delitzsch war er ausschlaggebend beteiligt.

Prof. Dr. Gerhardt Wolff (Leipzig/Berlin)
Als Finanzvorstand der Verbundnetz Gas AG hat er daran mitgewirkt, den DDR-Betrieb „Technische Leitung Ferngas“ zu einem modernen und erfolgreichen Energieunternehmen zu entwickeln. Er hat die internationale Ausrichtung, die Modernisierung der Infrastruktur und die Erkundungstätigkeit nach Erdgasvorkommen in Norwegen durch seine Expertise erst möglich gemacht.

Rosemarie und Heinrich Wagner (Schweinfurt), Susanne und Volker Berthold (Dresden), Ehrwürdige Äbtissin Sr. M. Regina Wollmann Ocist (St. Marienthal, Ostritz), Dr. Alfred Gunzenhauser (München), Günter Reif (Bad Muskau), Hartmut Koch (Chemnitz), Eberhard Münzner (Dresden), Jürgen Preiss-Daimler (Wilsdruff), Claus Dittrich (Dresden), Dr.-Ing. Volker Benedix (Freiberg), Michael Lohnherr (Dresden), Prof. Dr. Klaus Wucherer (Winkelhaid/Ungelstetten), Manfred Langner (Zöblitz), Dr. rer. nat. Stephan Scholz (Chemnitz), Dr. Manfred Goedecke (Oberschöna), Ronald Kuhl (Dresden)