Ministerpräsident Tillich: „Rede Helmut Kohls in Dresden war entscheidender Impuls im Einigungsprozess“

Der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl hielt am 19. Dezember 1989 am Rande eines Zusammentreffens mit dem damaligen DDR-Ministerpräsidenten Hans Modrow eine spontane Rede vor der Ruine der Dresdner Frauenkirche.

Im Rahmen seines ersten offiziellen DDR-Besuchs wurde er von rund 100.000 Menschen begeistert empfangen und in seinen Worten von Beifall und Sprechchören unterbrochen, vor allem, als er den einen entscheidenden Satz sagte:
 
„Mein Ziel bleibt – wenn die geschichtliche Stunde es zulässt – die Einheit unserer Nation.“

Zu diesem historischen Tag in Dresden, der sich am Sonnabend zum 20. Mal jährt, erklärt Ministerpräsident Stanislaw Tillich:
 
„Helmut Kohl hat damals in Dresden eine mutige und kluge Rede mit dem nötigen Augenmaß gehalten. An diesen Moment erinnern wir uns in großer Dankbarkeit. Vor der Frauenkirche konnte Helmut Kohl die Emotionen zehntausender Menschen, die nach der deutschen Einheit riefen, hautnah miterleben. Diese Bilder von Fahnenmeeren und Sprechchören sind unvergessen. An diesem Abend war eine realistische Chance auf die deutsche Einheit zum Greifen nah.

Den Lauf der Geschichte kann man nicht vorhersehen. Dass die deutsche Einheit in weniger als einem Jahr nach dem Mauerfall Wirklichkeit wurde, ist bis heute der größte Glücksmoment in der deutschen Geschichte nach 1949!

Die Rede Helmut Kohls in Dresden vor 20 Jahren war ein entscheidender Impuls im Einigungsprozess, der uns Deutschen die Einheit in Freiheit beschert hat.“

Quelle: Sächsische Staatskanzlei

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