Mit dem neuen Schuljahr startet die Oberschule in Sachsen

Kultusministerin Brunhild Kurth: „Mit der Oberschule ist eine bessere individuelle Förderung und Berufsorientierung der Schüler sowie eine stärkere Leistungsorientierung verbunden.“ +++

Mit Beginn des neuen Schuljahres 2013/14 wird aus der bisherigen Mittelschule die Oberschule.

„Mit der Oberschule ist eine bessere individuelle Förderung und Berufsorientierung der Schüler sowie eine stärkere Leistungsorientierung verbunden. Das ist für mich eine deutliche Stärkung des zweiten Weges zum Abitur“, sagte Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth.

Für Oberschüler besteht ab der 5. Klasse fortan die Möglichkeit, in Leistungsgruppen eine besondere Förderung zu bekommen. Diese spezielle Förderung kann zum Beispiel in Deutsch, Mathematik, Englisch, aber auch in ganz anderer Form etwa als Methodentraining erfolgen. Über das jeweilige Unterstützungsangebot entscheidet allein die Schule. Zudem bietet jede der 281 öffentlichen Oberschulen in Sachsen eine zweite Fremdsprache an. Bisher war das nur bei etwa zwei Drittel der Schulen der Fall.

Mit dem neuen Schuljahr können die Schüler die zweite Fremdsprache statt bisher mit zwei nun mit drei Wochenstunden erlernen. Damit wird der Übergang nach Klassenstufe 6 an das Gymnasium erleichtert. Darüber hinaus werden an 50 ausgewählten Oberschulen ab 2014 Praxisberater zum Einsatz kommen, die eng mit den Klassenlehrern und den Berufsberatern der Bundesagentur für Arbeit zusammenarbeiten, um den Schülern eine maßgeschneiderte Berufs- und Studienorientierung anzubieten.

In Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention erprobt Sachsen die Inklusion in einer weiteren Modellregion. Mit Beginn des neuen Schuljahres wird ein im vergangenen Jahr in den Modellregionen Bobritzsch-Hilbersdorf (Landkreis Mittelsachsen) und Oelsnitz im Vogtland gestarteter Schulversuch zur Inklusion um die großstädtische Modellregion Leipzig erweitert und der bisherige Modellstandort Moritzburg zur Modellregion Radebeul-Moritzburg ausgebaut.

„Auf diesem Wege wollen wir eine ganze Reihe von Erfahrungen sammeln. In den Modellregionen werden Maßnahmen zur optimalen Förderung von behinderten Kindern und Jugendlichen entwickelt. Wir erproben die lernzieldifferente Integration in der Sekundarstufe I und wir bauen regionale Kooperationsstrukturen von Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungseinrichtungen auf. Die Erfahrungen, die wir dabei machen, werden uns helfen, schrittweise und mit Augenmaß den Inklusionsgedanken in ganz Sachsen Wirklichkeit werden zu lassen“, sagte Kultusministerin Brunhild Kurth.

Nach vorläufigen Zahlen werden im neuen Schuljahr rund 447.000 (1) Schüler die 1.748 (2) öffentlichen und freien Schulen besuchen. Die Zahl der Schüler ist damit gegenüber dem Vorjahr (433.884 Schüler (3)) gestiegen, während die Zahl der Schulen annähernd gleich geblieben ist.

Im Verlauf dieses Jahres sind mit über 1.000 Lehrkräften so viel Lehrer eingestellt worden wie noch nie in den vergangenen 20 Jahren. Alle ausgeschiedenen Lehrer wurden ersetzt. Aufgrund steigender Schülerzahlen wurden die Lehrerstellen zum neuen Schuljahr um 257 auf 27.488 erhöht.

(1) Quelle: Kultusministerium (Stichtag 15. März 2013)
(2) Quelle: Kultusministerium (Stichtag 6. August 2013)
(3) Quelle: Amtliche Schulstatistik 2012/13 des Statistischen Landesamtes Sachsen

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus

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