Mit dem Schiff zum Kirchentag

Am Samstagmorgen starteten 95 Menschen mit dem Schiff von Dresden aus in Richtung Hamburg. Am Ende der kanpp einwöchigen Fahrt werden die Passagiere am Kirchentag teilnehmen. +++


Die beiden Orte des vergangenen und des kommenden Kirchentages, Dresden und Hamburg, verbindet die Elbe. Was liegt da näher, als die Reise dorthin mit einem Schiff anzutreten. 95 Menschen unternehmen die knapp einwöchige Fahrt.
Start des Motorschiffs „Poseidon“ (griech.: Meeresgott) in die Hansestadt Hamburg zum Kirchentag ist am Sonnabend, 27. April, 7 Uhr, am Anleger 7/Terrassenufer. Während die „Poseidon“ sonst vom tschechischen Děčín ins 13 Kilometer entfernte Hřensko; bei großen, grenzüberschreitenden Touren auch einmal doppelt so weit bis ins sächsische Bad Schandau fährt, sind es nach Hamburg über 600 Kilometer auf der Elbe.

Organisiert wurde diese Fahrt vom Landesausschuss Kongress und Kirchentag, der Arbeitsgemeinschaft der Dresdner Nagelkreuzzentren, dem Ökumenischen Informationszentrum Dresden und der Bundespolizeiseelsorge Pirna. „Leitender Gedanke war eine Idee, die es bereits 1995 einmal gab mit dem Schiff von Dresden zum Kirchentag nach Hamburg zu fahren“, so Mitorganisator Jost Hasselhorn.
95 pilgernde Passagiere sind mit dabei von 11-jährigen Schülern über Studenten, Berufstätige mittleren Alters bis zu über 80-jährigen Ruheständlern.  Bewusst nehmen sie sich mit dieser besonderen Form der Anreise Zeit: Zeit, sich auf einander einzulassen und einzustellen auf das, was kommt.
Immer wieder wird das Schiff Station machen nicht nur zum Übernachten. Das bietet Gelegenheit für neue Impulse. Gäste werden zusteigen, die ihre Geschichten und Gedanken mitbringen: Pastor Andreas Volkmann beispielsweise, wird über die Stadt Magdeburg in der Geschichte und Gegenwart berichten. Das Ehepaar Reinhard und Renate Höppner stellt sich den Fragen des Bundespolizeiseelsorgers Wolfram Schmidt. Aus dem Netzwerk des Elbekirchentages werden langjährige Weggefährten auf ökologische Probleme entlang des Flusses aufmerksam machen.

An anderer Stelle verlassen die Reisenden für eine Weile ihr Reisegefährt. In Wittenberg feiern sie eine Pilgerandacht in der Stadtkirche. In Magdeburg folgen sie der Einladung dreier Gemeinden, sich bei einem Begegnungsabend zu treffen. In Lauenburg wird die gastgebende Gemeinde ein Theaterstück zu Katharina von Bora aufführen.

Zurück auf dem Schiff gibt es genügend Raum für Austausch und gemeinsames Tun. Aus dem Kreis der Mitreisenden werden Bibelarbeiten gestaltet. Der Dresdner Kantor Christian Thiele lädt ein, miteinander das Kirchentagsliederbuch zu entdecken.

Am fünften Tag wird das Schiff dann an den Landungsbrücken in Hamburg vor Anker gehen. Der Präses der Synode der Nordkirche, Dr. Andreas Tietze, steht dann zur Begrüßung der Reisenden an der Anlegestelle.
Das Schiff wird nur kurz Aufenthalt haben. Sobald alle Passagiere von Bord gegangen sind, macht „Poseidon“ sich auf den Rückweg.

Quelle: Evangelisch in Dresden