Mit Gottes Beistand zum Sieg? Neue Kapelle in der Red-Bull-Arena

Leipzig - Die Roten Bullen siegen sensationell mit 2:1 gegen Rekordmeister Bayern. Darüber freuen sich auch die Holy Bulls. Der christliche RB-Fanclub betreibt seit kurzem eine Kapelle auf dem Stadiongelände.

Gloria - Fidelitas - Gratia. Ehre sei Gott, Treue zum Verein und Freundschaft untereinander. Das ist das Motto der Holy Bulls. Als erster christlicher Fanclub der Bundesliga betreiben die RB-Fans auf dem Gelände der Red-Bull-Arena seit kurzem eine eigene Stadionkapelle. Die Pläne dafür gab es schon eine ganze Weile. Doch erst mit dem Stadionkauf durch den Verein konnten Nägel mit Köpfen gemacht werden. Entstanden ist ein Ort der Begegnung, aber auch der Stille, der offen für alle ist.
Wochenlang haben die Mitglieder des Vereins die Räumlichkeiten, in denen früher einmal Büros waren, in Eigenregie hergerichtet und der Kapelle den Namen "Gloria" gegeben. Etwa 40 Personen finden hier Platz. Genutzt werden soll sie für Fantreffen, Lesungen und natürlich Andachten. 

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Richtige Gottesdienste sollen in der Kapelle nicht abgehalten werden. Sie ist eher dazu da, zur Besinnung zu kommen und zur Ruhe. Geöffnet ist sie zunächst immer zu den Heimspielen von RB Leipzig. Dann wird vorher auch schon mal um ein gutes und verletzungsfreies Spiel gebetet.
Vor allem das Thema Fairness liegt den Holy Bulls am Herzen. Sie sind einer von 13 christlichen Fanclubs, die sich gegen Hass und Gewalt im Sport aussprechen. Mit den anderen pflegen sie regelmäßigen und freundschaftlichen Kontakt. Und genau für diese respektvolle Miteinander soll die Kapelle künftig der richtige Ort sein.