Mit kleinen Beiträgen Vermögen aufbauen

Das Geld ist knapp, wenn der Job auf der Kippe steht und nicht klar ist, ob der Arbeitgeber morgen noch existiert. Viele sächsische Betriebe sind aufgrund staatlicher Schließungen in ihrer Existenz bedroht und bangen um ihre Zukunft. Manche haben allerdings auch in der Krise ein Konzept entwickelt, welches das Überleben sichert und die Arbeitsplätze erhält. Unterm Strich sind Anleger sehr vorsichtig geworden, das gilt gerade für abhängig Beschäftigte. Doch Krisen wie diese zeigen, wie wichtig der Aufbau eines finanziellen Polsters ist, um sich im Notfall selbst helfen zu können. Wie lässt sich mit kleinen Beträgen und auf möglichst sichere Weise ein Vermögen aufbauen?

Wer regelmäßig kleine Beträge zur Seite legt und diese clever anlegt, blickt in einigen Jahren auf einen hübschen Grundstock. Dieser lässt sich für weitere Investitionen hernehmen, während die Sparleistung parallel fortgesetzt wird.

Das klassische Sparbuch ist out

Wer sein Geld zur Bank bringt und auf eine gute Verzinsung hofft, wird in diesen Tagen enttäuscht. Die Verzinsung ist so schlecht wir nie und manche Banken verlangen sogar Zinsen von ihren Kunden, wenn diese ihr Geld bei ihnen anlegen wollen. Diese so genannten Negativzinsen werden von manchen Banken als „Verwahrgeld“ bezeichnet, was tatsächlich irreführend ist.

Wer Geld aufs Sparbuch einzahlen möchte, sollte deshalb vorab prüfen, ob die eigene Bank vielleicht auch Strafzinsen erhebt. Die Experten von Finanzcheck.de benennen in ihrem Beitrag „Was sind Negativzinsen?“ einige Banken, die Negativzinsen verlangen. Außerdem weisen sie darauf hin, dass Kreditnehmer – anders als Sparer – von den Negativzinsen profitieren. Wer die Aufnahme eines größeren Kredits plant, kann aktuell mit attraktiven Konditionen rechnen. Jetzt ist beispielsweise ein günstiger Zeitpunkt, um alte Darlehen mit schlechteren Konditionen umzuschulden. Auch sind Immobilienkredite günstig, was mit Blick auf die Investition in Renditeimmobilien ein lukrativer Vorteil ist. Weitere Informationen dazu finden sich weiter unten im Beitrag.

Breit streuen oder alles auf eine Karte setzen?

Die Niedrigzinsphase wirkt sich nicht nur nachteilig auf die Verzinsung von Sparguthaben aus. Auch auf Tagesgeld und Festgeld erhalten Sparer kaum Zinsen. Wer trotzdem mit kleinen Beiträgen ein Vermögen aufbauen möchte, muss neue Wege gehen.

Es ist grundsätzlich ratsam, bei einem vorsichtigen Anlageprofil das Geld in unterschiedliche Produktklassen und Laufzeiten zu investieren. Ein solches Anlageverhalten sorgt für eine breite Streuung. Ein Vorteil der breiten Streuung liegt im Inflationsschutz.

Gute Anlageinstrumente, die gegen die Inflation bestehen können, sind Aktienfonds und Immobilienfonds. Allerdings sollten gerade unerfahrene Anleger nicht blind aktiv werden. Eine Empfehlung der Stiftung Warentest priorisiert das sogenannte Pantoffel-Portfolio. Dabei handelt es sich um eine überlegte Geldanlage nach einer bewährten Finanztest-Anlagestrategie. Der Name klingt seltsam, doch er steht für die Unkompliziertheit des Instruments und soll vermitteln, dass Anleger „die Füße hochlegen“ können, sobald der Sparplan einmal eingerichtet ist. Lediglich einmal im Jahr wird das Portfolio geprüft und bei Bedarf angepasst.

Wie wird investiert?

Das Portfolio besteht aus Aktien-ETFs und einem Tagesgeldkonto. Es richtet sich an Anleger, die mittel bis langfristig Geld anlegen und bereits mit monatlichen Einzahlungen im zweistelligen Bereich Vermögen aufbauen wollen.

Alles auf eine Karte zu setzen wäre unklug und deshalb lautet die Empfehlung, in Fonds zu investieren, die einen breit aufgestellten Börsenindex abbilden. Hinzu kommt, dass Fonds-Anteile bereits kostengünstig zu haben sind. Je nach eigenem Risikoprofil lassen sich die Anlagepläne defensiv, ausgewogen oder offensiv gestalten.

  1. Bei der defensiven Variante legen Anleger 25 % ihres Sparbetrags in Aktien-ETFs an und 75 % in Zinsanlagen.
  2. Bei der ausgewogenen Variante liegt das Verhältnis bei 50/50 (Aktien-ETFs/Zinsanlagen)
  3. In der offensiven Variante liegt das Verhältnis bei 75/25 (Aktien-ETFs/Zinsanlagen)

Die erste Variante ist besonders vorsichtigen Anlegern vorbehalten. Die zweite Variante wird von den meisten Anleger präferiert und die dritte Variante kommt für junge Menschen in Betracht, die noch viel Zeit haben und für ältere Semester, die etwas mehr Risikobereitschaft mitbringen. Alle Details zum Pantoffel-Portfolio liefert Stiftung Warentest online.

Innerhalb einiger Jahre lässt sich mit einem gezielten ETF-Sparplan ein kleiner Grundstock aufbauen, der unter langfristiger Betrachtung in Immobilien investiert werden kann. Bereits ab 10.000 Euro können Wohnungen als Renditeobjekt finanziert werden.

Geld in Immobilien investieren: Betongold als Inflationsversicherung

Wohnen ist ein Grundbedürfnis, so dass es immer Bedarf an Wohnungen gibt. Es lohnt sich Geld in Immobilien zu stecken, um fürs Alter vorzusorgen oder sich mittelfristig mehr finanzielle Freiheit zu erreichen. Eine Immobilie zu kaufen, um sie dann zu vermieten, ist eine clevere Möglichkeit, Vermögen aufzubauen und passives Einkommen zu generieren.

Wichtig dabei ist natürlich, dass es sich um eine rentable Immobilie handelt, die das Investment wert ist. Doch wie lässt sich das herausfinden? Eine hilfreiche Seite zum Thema Geldanlage in Immobilien findet sich unter immocation.de. Dort haben die Webseitenbetreiber ein Konzept erarbeitet, mit dem sie absoluten Neulingen den Umgang mit Renditeimmobilien beibringen. Der Name ist Programm: Immo steht für Immobilien und cation steht als Kurzform für education (Ausbildung). In

kostenfreien Onlinekursen, mit Hilfe von Arbeitsblättern und durch den Austausch mit anderen lässt sich das kleine Einmaleins der Immobilienanlage erlernen.

Die Idee ist, dass jeder mit verhältnismäßig kleinem Geldeinsatz eine seriöse und nachhaltige Einnahmequelle generieren kann. Beispiel: Mit einem Eigenkapitaleinsatz von 7000 € lässt sich eine Wohnung für 55.000 € bis 60.000 € finanzieren. Die Mieteinnahme von 400 Euro sind genug, um den Kredit an die Bank zurückzuzahlen und alle entstehenden Kosten wie z. B. das Hausgeld abzudecken. Auf diese Weise zahlen sich die Kredite von selbst ab und nach Ablauf der Finanzierung ergeben sich attraktive Mieteinnahmen.

Natürlich ist es nicht möglich die Kaufpreisentwicklung für Immobilien definitiv vorherzusagen. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass sich an den richtigen Standorten die Mieten seit Jahrzehnten an der Inflation orientieren. Das bedeutet in der Praxis vereinfacht gesagt, dass die Mieten abhängig von der Inflation mit steigen und Vermieter davon profitieren.

Natürlich sollte niemand direkt in Immobilien investieren, ohne die Zusammenhänge zu verstehen. Anleger sollten immer verstehen, in was sie Geld investieren. Dabei ist der Mechanismus bei Immobilieninvestments nicht schwer zu erlernen. Hinzu kommen weitere Vorteile:

  • Eine Immobilie lässt sich besichtigen. Bevor Geld investiert wird, können alle relevanten Eckdaten im Detail geprüft werden. Dieser Vorgang – Bewertung einer Immobilie in Hinblick auf die Rentabilität – ist erlernbar.
  • Nach dem Kauf lässt sich die Immobilie aktiv beeinflussen. Das funktioniert bei keiner anderen Geldanlage. Immobilienbesitzer entscheiden, wie sie mit der Immobilie umgehen.
  • Wer eine Immobilie kauft, verpflichtet sich regelmäßig zum Sparen. Das führt unter anderem dazu, dass Immobilienbesitzer im Vergleich zu nicht Immobilienbesitzern wohlhabender sind.

Fazit: Klein anfangen und langfristig denken

Wer in kleinen Schritten ein gewisses finanzielles Polster aufbaut und dieses nach einigen Jahren nutzt, um in Immobilien zu investieren, geht einen recht sicheren Weg in Richtung Vermögensaufbau. Wichtig ist, sich umfassend mit den Investitionen zu beschäftigen, um diese auch zu verstehen. Dann wird es möglich, selbst Risiken abzuwägen und eine aufgeklärte Investitionsentscheidungen zu treffen.