Mit Mut Respekt und Toleranz – Tausende Menschen gedachten am Montag der Opfer der Zerstörung Dresden vor 67 Jahren

Mit Rosen, Kerzen und einem einigen Menschenband haben tausende Dresdner am Montag der Opfer des Zweiten Weltkrieges und der Bombenangriffe auf Dresden gedacht. Eine Zusammenfassung unter www.dresden-fernsehen.de. +++

Die 3,6 Kilometer lange Menschenkette in der Innenstadt setzte außerdem ein Zeichen gegen den Missbrauch dieses Gedenktages durch Neonazis.

Etwa 200 Menschen versammelten sich am Montagnachmittag auf dem Dresdner Heidefriedhof. Mit weißen Rosen gedachten sie der Opfer der Bombennacht.

Die Stadt hatte darum gebeten, erstmalig auf Kränze zu verzichten, um einen Wettbewerb mit den Neonazis um die bessere Trauer zu verhindern.
Tatsächlich tauchten zur offiziellen Gedenkstunde keine Rechtsextremen auf.

Nur am Rande kam es zu kleinen Ausschreitungen. Linksautonome versuchten mit Plakaten und Sprechchören die Zeremonie zu stören. Da das Mitführen von Transparenten und Fahnen auf einem Friedhof nicht gestattet ist, wurden viele bereits am Eingang aufgehalten. Zwischen ihnen und den Ordnungskräften kam es mehrfach zu körperlichen Auseinandersetzungen.

Gegen 17 Uhr reihten sich in der Innenstadt rund 13 000 Dresdner und Gäste zu einer Menschenkette. Vom Rathaus aus hatten sie sich einerseits in Richtung Dr.-Külz-Ring und weiter zur Wallstraße, andererseits in Richtung Synagoge verteilt.

Um 18 Uhr reichten sich die aus beiden Richtungen kommenden Menschen die Hände und während der folgenden zehn Minuten läuteten alle Glocken der Dresdner Innenstadtkirchen. Zeitgleich zeigte sich auch auf Facebook Protest. Mehrere Hundert Internetnutzer bildeten eine virtuelle Menschenkette.

Um 21:45 Uhr, dem Beginn der ersten Angriffswelle vor 67 Jahren, läuteten alle Glocken in der Stadt. Auf dem Neumarkt entstand ein Meer aus 10.000 Kerzen, das sich zum Bild einer großen Kerze fügte.
Bis in die Nacht hinein bestand in den Kirchen Dresdens weiter die Gelegenheit zum stillen Gedenken.

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