Mit Navi im dunklen Wald gelandet

Oberschöna Sein Navi wurde einem 48-jährigen Freiberger in der Nacht zu Sonntag zum Verhängnis.

Er war mit seinem Mitsubishi auf der Bundesstraße 173 aus Richtung Chemnitz nach Freiberg unterwegs. Eine Strecke, für die ein Einheimischer eigentlich weder Karte noch Navigationssystem braucht. Aber der 48-Jährige nutzte seine elektronische Orientierungshilfe und stellte offenbar „Kürzeste Strecke“ ein.

Nach Memmendorf führte ihn das Navi nicht weiter auf der B 173, sondern gab vor, in Richtung Kirchbach abzubiegen. Das tat der Mann, fuhr nach Kirchbach, bis ihn sein Ratgeber an einer Gabelung aufforderte, nun nach links in einen Waldweg abzubiegen. Auf dem Waldweg fuhr er weiter und sich nach einer längeren Strecke schließlich fest.

Am Ende hatte der 48-Jährige im dunklen Wald völlig die Orientierung verloren und bat gegen 23.40 Uhr über Polizeinotruf, ihn und sein Fahrzeug zu befreien. Mit seinem Einverständnis wurde eine Handyortung durchgeführt. Diese ergab, dass sich der Mann im Umkreis von fünf Kilometern im Bereich Alte Salzstraße in Oberschöna befand.

Polizeibeamte machten sich auf den Weg und versuchten den Mann über die von ihm gefahrene Route zu finden. Sie mussten den Versuch abbrechen, da sich auch ihr Streifenwagen sonst festgefahren hätte. Also fuhren sie nach Oberschöna und machten sich zu Fuß auf die Suche nach dem 48-Jährigen. Nach einem längeren Fußmarsch fanden die Beamten den Mann und sein Fahrzeug schließlich gegen 02.30 Uhr am Sonntagmorgen.

An eine Bergung des Pkw war zu dieser Zeit an diesem Ort nicht zu denken, also wurde der Fahrer mit dem Streifenwagen nach Hause gebracht. Um die Bergung des Pkw wird sich der 48-Jährige am Sonntag kümmern.

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