Mit Nikolaus A. Putjatin auf den Spuren seiner Vergangenheit

In Kleinzschachwitz machte einst Fürst Nikolaus Putjatin von sich Reden. Er stiftete dem damaligen Dorf eine Schule, das Putjatinhaus. Heute schlüpft der Dresdner Frank Müller ab und zu in die Rolle des Adligen. Mit ihm haben wir uns seine alte Wirkungsstätte mal angeschaut.

Das ist das Pendant des russischen Adligen, der 1797 in Kleinschachwitz ein Landgut erwarb. Sein Original sitzt in Bronze gegossen am Putjatinplatz.

Dazu kommen wir gleich- doch zunächst ein Wort zum Leben des Adligen. Nikolaus Putjatin war nach Dresden gekommen, weil er am Hofe Katharina der Großen einem wichtigen Staatsmannes die Frau ausgespannt hatte. Die Folge: er musste den Hof verlassen. Nachdem sich der Fürst in Dresden häuslich eingerichtet hatte, ließ er 1823 an der heutigen Meußlitzer Straße ein Schulhaus errichten, finanziert mit Geldern der extra dafür ins Leben gerufenen Stiftung. Und so könnte es damals ausgesehen haben. Bis 1870 lernten hier die Kinder der Umgebung das ABC.

Auch wenn das Haus momentan menschenleer ist, es füllt sich immer wieder. Denn das Putjatinhaus ist heute ein Kulturzentrum. An die ehemalige Schule erinnern nur noch Tafeln des Gönners.

Ein solches kulturelles Zentrum hätte dem Fürsten sicher gefallen. Denn auch er liebte Zusammenkünfte – wenn auch etwas gewöhnungsbedürftige. Seine Gäste traf er in seiner Stadtwohnung auf dem Neumarkt und zwar nackt.

Fürst Nikolaus Abramowitsch Putjatin starb im Alter von 81 Jahren – das Putjatinhaus lebt weiter und ab und zu besucht sein Ebenbild der Neuzeit diesen Ort.

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Mehr dazu erfahren Sie in der Drehscheibe Dresden, stündlich ab 18 Uhr auf DRESDEN FERNSEHEN.