Mit Schlomo Samson auf den Spuren der Geschichte

Leipzig - Leipzigs Schulmuseum wandelt auf den Spuren der Geschichte. Am Mittwochmorgen hatten Schulklassen ab der 9. Stufe die Möglichkeit, dem ehemaligen Leipziger Bürger Schlomo Samson zuzuhören. 

Dort verriet der Holocaust-Überlebende im Rahmen des Themenschwerpunktes "Widerstand in den Diktaturen des 20. Jahrhunderts" seine persönlichen Erfahrungen aus seinem Leben vor der Flucht:

Geboren 1923 in Leipzig wohnte Samson in der Gustav-Adolf-Straße 21. Nach dem er als Kind zu Beginn die 40. Volkshochschule besuchte, wechselte er später an die Carlebachschule.

Im Januar 1938 wird Schlomos Vater unerwartet des Landes verwiesen. Dasselbe Schicksal ereilt ihn kurz danach selbst. 1945 erkrankte er an Flecktyphus. 

© Leipzig Fernsehen
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Seit 1946 lebt Schlomo Samson mit seiner Familie im religiösen Kibbuz Schluchoth an der jordanischen Grenze.

Um seine Geschichte von Vertreibung und Flucht zu erzählen, ist er seitdem immer wieder nach Leipzig gekommen.