Mitteldeutsche Betriebe blicken verhalten optimistisch in die Zukunft

Insgesamt 2100 Betriebe wurden von den Handwerks- und Industrie- und Handelskammern befragt. Verbesserungen wurden u.a. beim Internet-Ausbau gefordert, viele anstehende politische Entscheidungen sorgen für Skepsis. +++

Die Stimmung in der mitteldeutschen Wirtschaft ist gut… aber es gibt Luft nach oben. So könnte man die Ergebnisse der Betriebsumfrage von Handwerks- und Industrie-und Handelskammern zusammenfassen. Einige vorhandene Probleme können die Unternhemen aber schlichtweg nicht selbst bewältigen – hier ist die Politik gefragt!

Insgesamt 2100 Betriebe haben ihre Situation und ihre Aussichten geschildert, im Leipziger Haus des Handwerks wurden die Ergebnisse am Donnerstag präsentiert. Dem Baugewerbe geht es recht gut.
Doch wo es Gewinner gibt, sind auch die Verlierer nicht weit. Vor allem im Handel und Verkehr macht sich Skepsis breit, viele Betriebe haben ein ernsthaftes Problem mit dem Mindestlohn. Dabei geht es ihnen nicht um die Bezahlung, sondern den großen bürokratischen Aufwand.

Aber auch andere Faktoren bremsen die Betriebe in Mitteldeutschland aus. Denn obwohl das Zinsniveau derzeit sehr günstig ist, scheuen sich viele Unternehmer Geld in die Hand zu nehmen um es zu investieren. Ein Grund dafür ist zum Beispiel die deutsche Energiepolitik und die immer noch im Raum stehende Klimaabagabe für Braunkohlekraftwerke. Dazu kommt, dass der Datenverkehr über das Internet immer wichtiger wird, die Leitungen aber oft nicht ausreichen.

Und auch das leidige Thema Fachkräftemangel lässt die Betriebe in Mitteldeutschland nicht los. Zuwanderung ist hier nur ein kleiner Lösungsansatz, laut HWK muss schon in der Schule eingegriffen werden.

Zur Mitteldeutschen Handwerksmesse im Frühjahr 2016 ist außerdem ein ganz besonderer Stand geplant. In Karusselform angeordnete gläserne Werkstätten sollen Kindern und Jugendlichen verschiedene Berufe näher bringen und Lust aufs Handwerk wecken.