Mitteldeutsche Regiobahn beendet Streik

Der seit Monaten andauernde Arbeitskampf der Mitteldeutschen Regiobahn ist zu einem gütigen Ende gekommen. Sowohl die MRB-Geschäftsführung als auch der Betriebsrat zeigten sich mit dem Ergebnis der Verhandlungen zufrieden. +++

„Wir haben in den letzten Wochen hinter verschlossenen Türen eine betriebs­interne Lösung erarbeitet, die zum Ende des Arbeitskampfes und damit der Streiks in Leipzig führt. Betriebsrat und Vertretung der streikenden Lokführer haben in einer verantwortungsbewussten Art und Weise die Interessen der Mitarbeiter und des Betriebes abgewogen und nun gemeinsam mit uns ein respektables Ergebnis erzielt. Das ist eine gute Nachricht für unser Unter­nehmen, aber vor allem für unsere Fahrgäste.“, äußerte sich MRB-Chef Dirk Bartels erleichtert.

Zufrieden äußert sich auch Betriebsratschef Sebastian Reisig: „Wir haben mit großem Durchhaltevermögen unsere Geschäftsleitung und den Veolia-Konzern zu zahlreichen Zugeständnissen gebracht, die ohne die Streiks nicht möglich gewesen wären. Nun werden die Ergebnisse des »Runden Tisches« mit Betriebs­vereinbarungen untersetzt.“  

Damit ist der Weg frei für die einzelvertragliche Annahme des von der Geschäfts­leitung unterbreiteten Angebotes. Dieses sieht Lohnsteigerungen von 12 Prozent für Lokführer und 20 Prozent für Kundenbetreuer vor. Über Betriebsvereinba­rungen werden beispielsweise die Absicherung bei unverschuldeter Fahrdienst­unfähigkeit oder einheitliche Qualitätskriterien festgeschrieben.  

Dirk Bartels bedankte sich noch einmal ausdrücklich im Namen aller Mitarbeiter bei den Kunden des Unternehmens, die seit Monaten mit Einschränkungen leben mussten. „Solche Begriffe wie Basisfahrplan oder Ad-hoc Streik gehören nun erstmal der Vergangenheit an.“