Mitteldeutsche Verlage kurz vor der Buchmesse

Am Dienstag haben sich im Haus des Buches zahlreiche mitteldeutsche Verlage mit ihren Neuerscheinungen vorab vorgestellt.

In rund einem Monat beginnt die Leipziger Buchmesse. Auch in diesem Jahr sind wieder zahlreiche Verlage aus Sachsen mit dabei. Erste Kostproben der geplanten Buchpremieren aus dem Freistaat gab es am Dienstag in Leipzig zu sehen.

Rund 30 Verlage aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben im Leipziger „Haus des Buches“ Neuerscheinungen und beliebte Werke aus ihrem Portfolio vorgestellt. Drei Wochen vor der Buchmesse stehen die Druckerpressen in den drei Bundesländern nicht mehr still – so manches Buch wird sogar erst pünktlich zum Messebeginn fertig.

Nichtsdestotrotz konnten die Verlage am Dienstag bereits eine Vielzahl an Themen und Formaten vorstellen. Egal ob Haushaltshilfe, Kinderbuch, Roman oder Stadtführer – dabei, war beinahe alles.
Und natürlich sind auch einige sächsische Geschichten und Schriftsteller darunter – eine Herzenssache, erklärt Carolin Dahms vom Dresdner Verlag „edition AZUR“:

„Natürlich ist das auch eine regionale Sache. Also wir möchten natürlich auch Autoren fördern, die aus der Region kommen und natürlich haben wir da auch den Auftrag das mit unseren Autoren zusammen anzugehen.“

Heimatverbundenheit – das ist auch dem „Domowina-Verlag“ ein Anliegen. Das Bautzner unternehmen publiziert auf Sorbisch und will so einen Beitrag zur sorbischen Kultur leisten, erklärt Geschäftsführerin Maria Matschie:

„Das geschriebene Wort hat eine sehr große Bedeutung. Denn es festigt die Identität. Unsere Leser kennen die Autoren, sie kennen sie auch häufig persönlich. Wir machen viele Lesungen, wo man sie kennenlernen kann und wenn Bücher und Zeitschriften in sorbischer Sprache erscheinen, dann zeigt das auch, dass die Sprache lebendig ist und, dass unsere Leser das auch haben wollen.“

Besonderer Beliebtheit erfreuen sich auch die Thriller des Leipziger fhl Verlages. Die „Sachsenmorde“ nehmen die Leser mit in die dunklen Abgründe des Freistaates. Geschäftsführer André Mannchen kann sich keinen besseren Schauplatz vorstellen:

„Ach naja! Ich finde Sachsen ist ein wunderschönes grünes Eckchen was es so gibt auf der Deutschlandkarte. Es ist heimisch mit dem Dreieck Chemnitz-Leipzig-Sachsen. In welchem Bundesland soll das denn sonst spielen? Andere Länder sind verwinkelt, zu groß, zu klein.“

Wer nun Lust auf sächsische, aber auch auf überregionale und internationale Literatur bekommen hat, der sollte sich den 17. März im Kalender anstreichen: Denn an diesem Tag starten die Leipziger Buchmesse und das Lesefest „Leipzig liest“. An vier Tagen erwarten die Organisatoren rund 2000 Aussteller und eine viertel Million Besucher.