Mmmm… sie ist das Stollenmädchen 2017

Dresden – Im Barockgarten Großsedlitz haben die Dresdner Stollenbäcker am Donnerstag ihr Stollenmädchen präsentiert. Die 20-jährige Hanna Haubold wird in den kommenden Monaten für den Schutzverband Dresdner Stollen e.V. durch die Stollensaison führen.

Kurz vor dem offiziellen Start der Stollensaison stellen die Dresdner Stollenbäcker heute eine wichtige Vertreterin ihrer Zunft vor: das 23. Dresdner Stollenmädchen. Hanna Haubold wird in den kommenden Monaten als Markenbotschafterin und Repräsentantin des Schutzverbandes Dresdner Stollen e.V. unterwegs sein und für den Dresdner Christstollen werben: für seinen einzigartigen Geschmack, die jahrhundertealte Tradition und die Liebe zum Handwerk. Als Schirmherrin des Dresdner Stollenfestes wird die 
20-Jährige zudem den Startschuss zum Backen des Riesenstollens geben und das große Fest am Samstag vor dem 2. Advent (9. Dezember 2017) eröffnen.

Dem Dresdner Traditionsgebäck und dem Handwerk ist Hanna ganz persönlich verbunden: „Der Dresdner Christstollen ist für mich eine Herzenssache. Ich verbinde mit ihm die schönsten Weihnachtserinnerungen und eine Hochachtung für die Bäcker und Konditoren, die dieses Produkt herstellen und zu dem gemacht haben, was es ist – eine Marke von Welt“.

Wie auch die 22 Dresdner Stollenmädchen zuvor, lernt Hanna im Handwerk. Erst während eines einjährigen Au-Pair-Aufenthalts in Neuseeland, für den sie sich nach dem Abitur entschied, entdeckte Hanna ihre Leidenschaft für Kuchen, Torten und Pralinen. Nach ihrer Rückkehr bewarb sie sich um eine Ausbildung zur Konditorin. Heute lernt das Dresdner Stollenmädchen bereits im 2. Lehrjahr in der Bäckerei Wippler in Dresden-Pillnitz sowie, im Rahmen der dualen Ausbildung, im Beruflichen Schulzentrum für Agrarwirtschaft und Ernährung Dresden.

„Es gibt wohl keine authentischere Botschafterin für unser Traditionsprodukt als eine junge Frau, die sich für eine Ausbildung in unserem Handwerk entschieden hat“, sagt Henry Mueller, Vorstandsvorsitzender des Schutzverbandes Dresdner Stollen e.V. „Sich in einer Welt der 1001 Möglichkeiten, für das Handwerk zu entscheiden, zeugt von großer Wertschätzung und Leidenschaft für das, was man gern tut“, so Mueller weiter. „Hanna hat uns mit ihrem Fachwissen und ihrem sympathischen Wesen begeistert.“

Vorgeschlagen werden die potentiellen Stollenmädchen, die in einem Mitgliedsbetrieb des Schutzverbandes lernen müssen, von den Lehrern der Berufsschule. Ihr Wissen stellen sie dann in einem Test unter Beweis. Schließlich hat der Vorstand des Stollenschutzverbandes die Qual der Wahl.

Ein märchenhafter Auftakt.

Vorgestellt wird das 23. Dresdner Stollenmädchen heute an einem besonderen Ort: im Barockgarten Großsedlitz, 15 Kilometer von der sächsischen Landeshauptstadt entfernt. Hier wird Hanna von zahlreichen Bäckern und Konditoren des Verbandes fröhlich willkommen geheißen.
Das Stollenmädchen außerhalb Dresdens? Klingt ungewöhnlich, ist es aber nicht! Verbindungen gibt es zweierlei: Auch hier, vor den Toren der Sächsischen Schweiz, darf der Dresdner Stollen laut Verbandssatzung gebacken werden. Denn der „Stollenäquator“ erstreckt sich vom Elbland mit Weinböhla, Moritzburg und Radebeul bis in die Sächsische Schweiz nach Heidenau und Pirna. Im Norden markieren Ottendorf-Okrilla, Radeberg und Radeburg das Verbandsgebiet. Und auch südlich Dresdens, in Freital, erhält man das Dresdner Original.

Zum anderen gehen der prächtige Garten und Park, auch das sächsische Versaille genannt, auf den wohl bekanntesten Stollenfan der Geschichte zurück: Kurfürst August den Starken. Einst wollte er sich hier den schönsten Barockgarten aller Zeiten bauen – größer und prächtiger noch als sein französisches Vorbild. Aufgrund von Geldnöten wurden Augusts Pläne damals aber nur zu einem Viertel umgesetzt.

Nach mehrjähriger Restaurierung zeigt sich die Anlage seit diesem Sommer in neuem Glanz und bietet mit seinen pittoresken Orangerien, weiträumigen Terrassenanlagen und der prächtigen Bitterorangen-Sammlung einen perfekten Rahmen für die Vorstellung des 23. Dresdner Stollenmädchens. „Neben den Rosinen machen den Dresdner Stollen ja auch das Orangeat und Zitronat so besonders“, so Schlossleiterin Dr. Andrea Dietrich. „Unser Barockgarten schafft nicht nur mit der Orangerie als Winterquartier der Dresdner Zwinger-Orangen eine Brücke nach Dresden, sondern steht mit seiner einzigartigen Architektur auch stellvertretend für das Handwerk. Es freut uns sehr, dass wir den Saisonauftakt des Stollenmädchens heute begleiten dürfen.“ Auch der Geschäftsführer der Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, Dr. Christian Striefler, heißt das 23. Stollenmädchen im Barockgarten Großsedlitz willkommen und wünscht den Stollenbäckereien eine erfolgreiche Saison.

Termine, Blitzlicht und eine genussvolle Mission.

Das Dresdner Stollenmädchen startet heute in eine aufregende Zeit. Höhepunkt ist zweifelsohne das 24. Dresdner Stollenfest am 9. Dezember, zu dem die Stollenbäcker gemeinsam mit hunderttausenden Gästen aus aller Welt ihr traditionsreiches Gebäck zelebrieren. Aber auch davor und danach stehen an die 40 Termine an, bei denen Hanna für den Dresdner Christstollen begeistert. Unterstützt wird sie dabei auch von diesen Sponsoren und Partnern: Mobilitätspartner ist das Autohaus Dresden, das auch 2017 das Auto für die Stollensaison stellt und die anfallenden Benzinkosten übernimmt. Mit welchem Flitzer Hanna demnächst unterwegs ist, wird am 21. Oktober verraten. Neben Hannas Augen funkeln in diesem Jahr auch die Schmuckstücke aus dem Hause Thomas Sabo. „Glam & Soul“ heißt die neue Linie des Schmuckdesigners, den die Sabo-Dependance in der Altmarkt-Galerie Dresden zur Verfügung stellt. In Kette und Ohrstecker aus 925er geschwärztem Sterling-Silber leuchten handgefasster synthetischer blauer Korund und weißer Zirkonia. Die neue Kollektion ist farblich wie für das Stollenmädchen gemacht. Und damit der Schmuck auch gut zur Geltung kommt, ist der Dresdner Friseurmeister Robert Klügel für das Top-Styling des 23. Dresdner Stollenmädchens verantwortlich.