Mobiler Begleitservice in Bussen und Bahnen

Voraussetzung für die Weiterführung ist allerdings ein positives Votum des Stadtrates. Stimmt der Stadtrat zu, können Schwerbehinderte mit Dresden-Pass und Dresden-Pass-Empfänger ab dem 65. Lebensjahr den Begleitservice auch in Zukunft kostenfrei nutzen.+++

Ab 1. September 2014 sollen die Leistungen des mobilen Begleitservice (MOSE) der Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB) in den Leistungsumfang des Dresden-Passes aufgenommen werden. Auf diese Neuregelung haben sich Stadt und DVB in den letzten Tagen verständigt. „Damit könnte MOSE nahtlos weitergeführt werden. Neben DVB und Stadt haben auch das Jobcenter Dresden. die Bürgerstiftung Dresden sowie das Sächsische Umschulungs- und Fortbildungswerk hart an dieser Perspektive mitgearbeitet. Ich danke ihnen allen ausdrücklich“, so Bürgermeister Martin Seidel.

Voraussetzung für die Weiterführung von MOSE ist allerdings ein positives Votum des Stadtrates. Der gemeinsame Vorschlag ist Thema in der letzten Sitzung vor der Sommerpause, am 10. Juli 2014. Stimmt der Stadtrat zu, können Schwerbehinderte mit Dresden-Pass und Dresden-Pass-Empfänger ab dem 65. Lebensjahr den Begleitservice auch in Zukunft kostenfrei nutzen. Alle anderen Nutzer sollen künftig einen geringen Obolus leisten, über dessen Höhe noch entschieden werden muss. Schwerbehinderte, die nach dem Sozialgesetzbuch eine eigene Begleitperson kostenlos in Bussen und Bahnen mitnehmen dürfen, benötigen den Dienst in aller Regel nicht. Der Begleitdienst hilft besonders älteren und behinderten Menschen auf ihren Wegen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln der DVB. Begleitet wird von der Haustür zum Ziel und zurück. Allein im letzten Jahr wurden die Helfer der Dresdner Verkehrsbetriebe etwa 8 500 Mal angefordert. Im Jahr 2011 lag die Zahl der Einsätze noch bei 5 800.

Die Landeshauptstadt wird den Service mit jährlich 30 000 Euro bezuschussen. Einen weiteren Teil der Aufwendungen tragen die Dresdner Verkehrsbetriebe und das Jobcenter Dresden. In den letzten drei Jahren wurde der Service hauptsächlich über Mittel aus dem Bundesmodellprojekt „Bürgerarbeit“ finanziert. Das Programm läuft in diesem Jahr aus. Damit der Begleitservice weitergeführt werden kann, haben Stadt, DVB und Jobcenter die Finanzierung neu strukturiert.

Quelle: Landeshauptstadt Dresden