Mockritzer Kleingartenverein bangt um Besucher zum Sommerfest

In gut zwei Wochen wählen die Dresdner einen neuen Oberbürgermeister. Auf den Dresdner Straßen weisen tausende Plakate darauf hin. Werbung für kulturelle Veranstaltungen dürfen dagegen nicht angebracht werden. Und das ärgert besonders einen Dresdner.

So sieht es derzeit auf den Dresdner Straßen aus: Plakate soweit das Auge reicht. Sie alle machen auf die OB-Wahl am achten Juni aufmerksam.

Auf das Sommerfest des Kleingartenvereins Mockritz am selben Wochenende wollte auch Jens Rösler aufmerksam machen. Und zwar mit Plakaten. Und genau das wurde ihm untersagt. Jetzt ist die Angst groß, dass nur wenige Besucher kommen und die Gartenfreunde unter sich bleiben müssen.

Dass die Mockritzer Kleingärtner ihr Sommerfest am Wahlwochenende feiern wollen, hat einen bestimmten Grund. Bereits seit Juli 2007 laufen die Vorbereitungen für diese Veranstaltung. Da ist es nicht verwunderlich, dass Jens Rösler nicht gut auf die Stadt zu sprechen ist.

Dem Straßen- und Tiefbauamt ist der Konflikt der Kleingärtner in Mockritz bekannt und bezieht zur Problematik eine klare Position. Gegenüber DRESDEN FERNSEHEN sagte Amtsleiter Reinhard Koettnitz, Ausnahmen könne es da nicht geben. Die Plakatflut nehme bereits über Hand und beeinträchtige das Stadtbild. Außerdem wüssten die etablierten Veranstalter, dass während des Wahlkampfes keine anderen Plakate in der Innenstadt angebracht werden dürften – und stellen sich darauf ein.

Bereits in der vergangenen Woche hätte das Amt über 100 nicht genehmigte Plakate entfernen müssen, so Koettnitz. So wird wohl auch Jens Rösler nichts weiter übrig bleiben, als Flugblätter zu verteilen, um viele Dresdner zu erreichen.