Moderate Erhöhung sächsischer Baupreise

Dresden - Im Jahresmittel 2019 kostete der Neubau eines Wohngebäudes in Sachsen im Vergleich zum Vorjahr 5,3 Prozent mehr. Die Preise im Rohbau stiegen um 5,5 Prozent und im Ausbau um 5,1 Prozent. Für die Errichtung von Bürogebäuden und gewerblichen Betriebsgebäuden erhöhten sich die Preise 2019 durchschnittlich um 5,2 Prozent bzw. 5,1 Prozent. Damit hat sich der Anstieg der Teuerung im Neubau erstmals seit 2015 verlangsamt.

Bei den Ingenieurbauten lagen die Preiszuwächse für den Straßenbau bei 7,6 Prozent, für Brücken im Straßenbau bei 5,3 Prozent sowie für Ortskanäle bei 7,1 Prozent. Leistungen für Schönheitsreparaturen in einer Wohnung verteuerten sich im Jahr 2019 um 6,0 Prozent, Maßnahmen zur Instandhaltung an Wohngebäuden um 5,7 Prozent.

Die größten Preissteigerungen im Jahresdurchschnitt waren im Neubau bei Rohbauarbeiten für Gerüstarbeiten (+9,5 Prozent) bzw. für Entwässerungs-kanalarbeiten (+7,9 Prozent) zu verzeichnen. Im Ausbaugewerbe stiegen die Preise für Tapezierarbeiten (+8,7 Prozent) und Maler- und Lackierarbeiten (+8,2 Prozent) am stärksten an.

Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die Preise im November 2019 für den Neubau eines Wohngebäudes um 4,5 Prozent. Auch die Preise für Ingenieurbauten stiegen an: der Straßenbau verteuerte sich um 5,8 Prozent, Brücken im Straßenbau um 3,5 Prozent sowie Ortskanäle um 5,9 Prozent. Für Schönheitsreparaturen in einer Wohnung und für Maßnahmen zur Instandhaltung an Wohngebäuden mussten jeweils 5,3 Prozent höhere Preise gezahlt werden.

Gegenüber August 2019 erhöhte sich der Index für den Neubau eines Wohngebäudes um 0,6 Prozent, wobei in einzelnen Gewerken wie Ramm-, Rüttel- und Pressarbeiten (-0,9 Prozent) und Entwässerungskanalarbeiten (-0,8 Prozent) sinkende Preise beobachtet wurden. Beim Straßenbau stiegen die Preise um insgesamt 0,1 Prozent, die Instandhaltung von Wohngebäuden wurde um 0,7 Prozent und die Schönheitsreparaturen um 0,5 Prozent teurer.