Moderne Wassertechnologien für Küche und Bad: Weniger Ressourcen, mehr Luxus

Ausgrabungen belegen, dass in der Antike private Badegemächer mit Wasser aus Leitungen versorgt wurden. Erste Absperrhähne, dies haben Archäologen nachgewiesen, gab es bereits zur Zeit des Römischen Reiches. In Deutschland ist fließendes Wasser in Wohnungen inzwischen Standard. Diese Annehmlichkeit erfährt seit einiger Zeit ein Upgrade: Moderne Armaturen und Keramiken sind heute mit innovativen Lösungen für sparsamen Wasserverbrauch, Komfort oder Luxus ausgestattet.

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Morgens zuerst auf die Toilette und danach unter die Dusche. Dann einen Kaffee aufbrühen. Geschirr in die Spülmaschine räumen. Waschmaschine anstellen. Hände waschen. Und bevor es aus dem Haus geht, noch schnell den Trinknapf des Haustieres füllen. Ständig verfügbares Trinkwasser gehört zu den Selbstverständlichkeiten, über die kaum noch jemand nachdenkt. Einfach Hahn aufdrehen und das Wasser fließt. Für das Jahr 2017 weist eine Infografik von Statista einen täglichen Pro-Kopf-Verbrauch von 123 Litern aus.

Sparpotenziale im Haushalt nutzen

Früher waren Haushalte mit Armaturen mit zwei Wasserhähnen ausgestattet: Aus dem einen floss heißes, aus dem anderen kaltes Wasser. Seit etwa 1940 gibt es Armaturen mit vorgeschalteter Mischbatterie, in der heißes und kaltes Wasser gemischt wird und an denen sich die Wassertemperatur regulieren lässt. Moderne Armaturen dienen nicht mehr lediglich der Regulierung von Wassermenge und -temperatur. Es gibt sie inzwischen in unzähligen Designs - für jeden Geschmack und jeden Einrichtungsstil. Und die Entwicklung geht weiter, denn die Wasserhähne werden immer smarter. Mit ihnen lassen sich zum Beispiel Wasser und/oder Energiekosten sparen,

die beim Erwärmen des Wassers entstehen. So lässt sich mit einem modernen Installationssystem der Wasserverbrauch um bis zu 50 Prozent senken. Ein Austausch der Armaturen in der Küche und im Badezimmer kann daher sinnvoll sein.

Ressourcen sparen ohne Komfortverlust

Weniger Wasser verbrauchen ohne Komfortverlust? Das funktioniert dank ausgeklügelter Technologien. So verfügen viele moderne Waschtischbatterien zum Beispiel über ein spezielles Bauteil, das den Wasserstrahl mittels eines Luftsprudlers so reguliert, dass sich die Durchflussmenge deutlich verringert. Dennoch wirkt der Wasserstrahl voluminös und das Wasser fließt so gleichmäßig wie gewohnt. Mit intelligenten Features ausgerüstete Armaturen stoppen den Wasserstrahl, sobald die Hände - zum Beispiel zum Einseifen - darunter weggezogen werden. Mit einem Temperaturbegrenzer lässt sich darüber hinaus der Energieverbrauch reduzieren. Ähnliche Einsparmöglichkeiten beim Wasser- und Energieverbrauch lassen sich mit Wasserspartechnologien in Handbrausen erzielen. Außerdem erhöhen sie die Bequemlichkeit, denn das Wasser ist innerhalb kürzester Zeit auf die gewünschte Temperatur gebracht und behält diese ohne Schwankungen bei. Auch bei der Toilette lässt sich der Wasserverbrauch verringern - Sanitärsysteme mit Start-Stopp-Taste oder Zwei-Mengen-Spülfunktion begrenzen die durchfließende Wassermenge.

Digitale Technologien für mehr Luxus in Küche und Bad

Wer sich in der Küche oder im Badezimmer etwas Besonderes gönnen möchte, findet dafür viele interessante Lösungen. Das gilt nicht nur für das Design und die Materialien - diesbezüglich gibt es inzwischen sowohl bei den Armaturen als auch den Keramiken eine enorme Bandbreite an Varianten. Mit raffinierten Bedienelementen ausgestattete Armaturen erleichtern beispielsweise die in der Küche anfallenden Arbeiten oder sie erhöhen den Komfort beim Händewaschen oder Baden. Individuelle Wünsche lassen sich auch in der Dusche umsetzen: So gibt es inzwischen innovative Duschsysteme, bei denen sich der Wasserstrahl so regulieren lässt, dass er entweder wie ein sanfter Sommerregen plätschert, wie ein Nebelvorhang streut oder als kräftiger Schwall fällt. Über eine App lassen sich dazu Licht, Musik und Dampf steuern. So verwandelt sich das Bad in eine luxuriöse Wellnessoase.