Modernes und nachhaltiges Sachsen – Was schon umgesetzt wird und wo noch Potenzial schlummert

Das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz ist längst schon in Sachsen angekommen. In den verschiedensten Lebensbereichen hat das Bundesland Maßnahmen und Projekte gestartet, die langfristig Ressourcen und die Umwelt schonen und so zu einer grünen Zukunft Deutschlands beitragen. Doch an welchen Punkten kann Sachsen noch mehr Einsatz zeigen und was kann jeder einzelne tun?

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Was bedeutet Nachhaltigkeit?

Der Begriff der Nachhaltigkeit kursiert seit einiger Zeit. Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit ist er in Aller Munde. Doch was genau bedeutet Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeit meint einen bewussteren Verbrauch von Rohstoffen, Lebensmitteln, Wasser und anderen Gütern. Es geht darum, die immer knapper werdenden Ressourcen überlegt einzusetzen. Das ist wiederum schonend für Klima und Umwelt.

Eine nachhaltige Lebens- und Verhaltensweise trägt dazu bei, dass die Güter und Ressourcen, die wir heute nutzen, auch von kommenden Generationen noch genutzt werden können. Sie sollen wie wir auch die Möglichkeit haben, ihre Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil frei zu wählen. In diesem Sinne bedeutet Nachhaltigkeit, an die Zukunft zu denken, anstatt Güter und Ressourcen zu verschwenden.

Im Falle natürlicher Rohstoffe heißt dies, dass nicht mehr verbraucht wird als wieder nachwachsen kann. Bestehendes Material sollte so oft wie möglich und die Rohstoffe insgesamt sehr sparsam genutzt werden. Das gilt insbesondere für begrenzte Ressourcen wie Trinkwasser, Öl und Kohle.

Indikatoren der Nachhaltigkeit

Das Konzept der Nachhaltigkeit bezieht sich auf nahezu alle Bereiche des Lebens, vom eigenen Verhalten über den Umgang mit Ressourcen beim Essen, im Alltag oder beim Hausbau.

So wurden bei der letzten Überarbeitung der Nachhaltigkeitsstrategie Deutschlands im Jahr 2016 auch die Ziele und Indikatoren angepasst und im Indikatorenbericht des Statistischen Bundesamtes erfasst. Hier finden sich nun 63 Indikatoren, die sich nach den 17 internationalen Entwicklungszielen (Sustainable Development Goals, kurz SDGs) richten.

Der Indikatorenbericht verweist in anschaulichen Grafiken auf die Entwicklung der einzelnen Ziele inklusive eines Hinweises auf die Werte, die bis zum Jahr 2030 erreicht werden sollen.

Zu diesen Zielen gehören unter anderem: Armutsbekämpfung, nachhaltige Landwirtschaft, Gesundheit und Wohlergehen der Bevölkerung, sauberes Wasser, eine zukunftsfähige Energieversorgung sowie menschenwürdige Arbeit und nachhaltiges Wirtschaftswachstum.

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Bisherige Maßnahmen in Sachsen

Inzwischen haben sich die meisten Länder der Erde der Nachhaltigkeit und dem Umweltschutz verschrieben. Jedes von ihnen hat dazu Strategien entwickelt und Maßnahmen ins Leben gerufen.

In Deutschland wird das zudem in den einzelnen Bundesländern umgesetzt. So gibt es seit 2013 auch eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie für Sachsen. Die Umsetzung der Ziele ist vom zeitlichen Rahmen her auf 2020 ausgerichtet und damit an die Nachhaltigkeitsstrategie der EU angelehnt.

Initiativen in Sachsen

Grundsätzlich beinhaltet die sächsische Nachhaltigkeitsstrategie acht verschiedene Handlungsfelder, unter anderem ein nachhaltiges Bildungsangebot, zukunftsorientierte Maßnahme für Städte und ländliche Regionen sowie der Erhalt von Gesundheit und Lebensqualität.

Und die Arbeit trägt Früchte: In einem ersten Nachhaltigkeitsbericht über die Strategien Sachsens, der im Jahr 2016 erschienen ist, wird aufgeführt, dass in allen acht Handlungsfeldern positive Entwicklungen zu verzeichnen sind.

So hat sich der CO2-Ausstoß im Freistaat Sachsen 2016 im Vergleich zum Jahr 2000 um 17,8 Prozent verringert. Dafür ist der Anteil erneuerbarer Energien von 8,5 Prozent (Stand 2006) zehn Jahre später auf 21,4 Prozent gestiegen.

Neben vielen weiteren Fortschritten werden in Sachsen die Waldflächen erfolgreich vermehrt und die Erfolgsquote der Auszubildenden steigt ebenfalls an.

Im November 2017 wurde zudem ein neuer Luftreinhalteplan für Dresden aufgestellt. Der Grund für den Neuentwurf: An der Messtation Dresden Bergstraße wurden die Immissionsgrenzwerte des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) fortlaufend überschritten.

Der Ersatz von älteren Fahrzeugen durch neuere Modelle ist dabei nur ein Aspekt. Vielmehr geht es um Maßnahmen wie die Ergänzung der Infrastruktur, Geschwindigkeitsbegrenzungen und die Anpassung der Verkehrsorganisation, um die Schadstoff- und Feinstaubbelastung langfristig zu senken.

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Der neue Luftreinhalteplan für Dresden soll die Immissionswerte senken.

Nachhaltigkeit im Kleinen

Der Freistaat Sachsen ist in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit sehr aktiv. Neben den Großaktionen, die das gesamte Bundesland betreffen, gibt es in einzelnen Orten immer wieder Aktionstage, Wettbewerbe und Preisverleihungen zum Thema. Beispiele dafür sind die jährliche Ökofete im Rahmen der Leipziger Umwelttage, die sächsische Nachhaltigkeitskonferenz in Chemnitz mit der Verleihung des Nachhaltigkeitspreises sowie die Verleihung des Agenda21-Preises. Damit auch die jüngeren Einwohner Sachsens einen Anreiz für mehr Nachhaltigkeit entwickeln, startet außerdem der Kinder- und Jugendumweltwettbewerb inklusive Preisverleihung in diesem Jahr zum dritten Mal. An der Volkshochschule in Chemnitz gibt es ein wechselndes Angebot an Kursen, die sich auf vielfältige Weise mit Nachhaltigkeit und Umweltschutz auseinandersetzen, wertvolles Wissen und Tipps vermitteln.

Nachhaltiges und umweltschonendes Bauen

Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt auch für zukünftige Bauherren zunehmend an Bedeutung. Denn wer ein Haus baut, hat viele Möglichkeiten, dabei auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu setzen. Dies fängt bereits bei der Auswahl nachhaltiger Materialien an. Doch auch im Nachhinein kann man als Hauseigentümer noch aktiv werden und das Haus so umrüsten, dass es energieeffizienter und umweltschonender wird.

Nachhaltige Bauweisen

Der nachhaltige Hausbau im Sinne des sogenannten Green Buildings richtet sich danach aus, bei der Errichtung und dem späteren Gebrauch des Hauses möglichst nachhaltige Ressourcen (Wasser, Energie) und Baustoffe zu wählen. Sie sorgen dafür, dass das fertige Gebäude so wenig Energie wie möglich verbraucht. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern langfristig gesehen auch den Geldbeutel.

Es gibt Bauweisen, die besonders zukunftsorientiert und ressourcenschonend sind. Eine davon ist das Massivhaus. Diese Bauweise bietet viel Stabilität und eine lange Lebensdauer, vor allem wenn natürliche und langlebige Materialien wie Beton, Ziegel- oder Kalksandstein genutzt werden. Sie wirken sich außerdem positiv auf die Wärmedämmung und den Schallschutz aus und lassen sich wegen ihrer guten Qualität bei einem Rückbau gut wiederverwenden.

Ein Öko- oder Biohaus wird aus Holz und anderen ökologischen Baustoffen errichtet. Das Holz gleicht Luftfeuchtigkeit und Temperaturschwankungen aus und macht das Haus sehr energieeffizient. Der geringe Energieverbrauch schont nachhaltig die Ressourcen.

Auch in einem Blockhaus sorgt das Holz das ganze Jahr über für eine angenehme Temperatur und ein optimales Raumklima. An den Innenseiten der Hauswände wird zusätzlich eine Wärmedämmung angebracht und mit einer Beplankung aus Holz oder Gipskarton versehen.

Ein Passivhaus ist so konstruiert, dass selbst im Winter gar nicht oder nur sehr wenig geheizt werden muss. Der Wärmebedarf wird hauptsächlich aus passiven und vorhandenen Energiequellen gedeckt, wie etwa die Sonneneinstrahlung und die Wärme, die von technischen Geräten und den Personen im Haus ausgestrahlt wird. Diese Energie wird für den Bedarfsfall gespeichert.

Umweltschonende Baumaterialien

Alternativ zu herkömmlichen Baustoffen werden für die Errichtung der Außenwände, für Wandverkleidungen und das Dach immer häufiger natürliche und umweltfreundliche Bau- und Dämmstoffe eingesetzt.

Allen voran steht das Holz mit seinen guten Dämmeigenschaften und einer positiven CO2-Bilanz. Lehm ist als Baustoff feuchtigkeitsregulierend und absorbiert Schadstoffe, was zu einem gesunden Raumklima beiträgt. Naturkalk wirkt auf ähnliche Weise, dient aber auch als Wärmespeicher und Schallschutz.

Dämmplatten aus Holzfasern halten ebenfalls Lärm ab und regulieren die Feuchtigkeit. Ein Zusatz aus Ammoniaksulfat schützt das Material vor Fäulnis und Entflammbarkeit. Korkplatten wirken wärme- und schalldämmend, sind belastbar und resistent gegen Schädlinge. Es gibt noch eine Reihe anderer natürlicher Dämmstoffe, trotz der teils chemischen Zusätze gesundheitlich unbedenklich und nachhaltig bleiben.

Energiegewinnung mit erneuerbaren Energien

Ein Punkt beim Thema Energieeffizienz im Haus ist die Erzeugung von Wärme mittels erneuerbarer Energien. So kann man langfristig Kosten sparen und die Umwelt sowie Ressourcen schonen.

Bei der Solarthermie speichern Solarzellen auf dem Hausdach das Sonnenlicht und wandeln die gewonnene Energie in thermische Energie um. So wird das Sonnenlicht gespeichert und zur Erzeugung von warmem Wasser und zum Heizen verwendet.

Je mehr Sonnenlicht also auf das Dach scheint, desto mehr Energie wird erzeugt. Überschüssige Energie wird in der Anlage gespeichert, sodass auch an Tagen mit wenig Sonne genügend Wärme im Haus ist.

Die Installation von Solarthermie-Anlagen ist recht teuer, wird aber unter bestimmten Voraussetzungen vom Staat finanziell unterstützt. Je nachdem, an welcher Art von Gebäude die Anlage installiert wird, kommt eine Basis- oder eine Innovationsförderung in Frage.  Auch Erweiterungen und Kombinationen mit anderen Anlagen, wie einer Wärmepumpe, werden unterstützt.

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Heizen mit Sonnenwärme – so funktioniert Solarthermie.

Eine Wärmepumpe gewinnt Energie aus dem Erdreich, der Luft oder aus dem Grundwasser und transportiert sie in das Haus, wo sie als Heizwärme genutzt wird. Welche der Energiequellen genutzt wird, hängt vom Standort des Hauses und den Zugangsmöglichkeiten ab.

Beim Heizen mit Nah- und Fernwärme wird die Wärme in einem zentralen Kraftwerk erzeugt und dann über Rohrleitungen an die Häuser verteilt, die an dieses Wärmenetz angeschlossen sind. Abhängig von der Entfernung des Hauses zum Kraftwerk spricht man von Nah- oder Fernwärme. Je weiter das Haus davon weg steht, desto mehr Wärme geht unterwegs verloren.

Ökologischer Umgang mit Lebensmitteln

Für die Erzeugung sowie für die Entsorgung von Lebensmitteln werden Rohstoffe, Energie und Wasser benötigt. Durch die aktuell immer noch enorme Verschwendung von Lebensmitteln ist der Verbrauch dieser Ressourcen sehr hoch. Weniger Verschwendung durch einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln bedeutet auch gleich weniger Umweltbelastung.  

Die Verschwendung von Lebensmitteln in Deutschland

Erschreckende Tatsache: Nur etwa die Hälfte aller produzierten Lebensmittel wird auch gegessen. Stattdessen landen jedes Jahr über eine Million Tonnen Lebensmittel im Müll. In Deutschland belaufen sich die Zahlen an weggeworfenen Lebensmitteln auf jährlich rund 82 Kilo pro Person.

Das liegt neben anderen Faktoren auch daran, dass Verbraucher in Industrieländern beim Kauf von Lebensmitteln penibel darauf achten, dass Obst und Gemüse keine braunen Stellen, Dellen oder unschöne Verformungen aufweisen. Man will schließlich möglichst beste Ware für sein Geld.

Gleiches gilt für Produkte, deren Mindesthaltbarkeitsdatum bald erreicht ist und die deswegen genauso wie nicht ganz „perfektes“ Obst und Gemüse in den Regalen liegen bleiben und dann zeitnah entsorgt werden. Doch schon auf dem Weg in die Supermärkte werden viele Lebensmittel aussortiert, die beschädigt oder anderweitig nicht im optimalen Zustand sind.

Ein weiterer, wohl noch schwerwiegenderer Grund ist die Tatsache, dass viele Lebensmittel weggeworfen werden, sobald das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) abgelaufen ist. Denn das Ende des MHD wird oft mit dem Verfallsdatum gleichgesetzt, eine grundsätzlich falsche Denkweise mit fatalen Folgen.

Mindesthaltbarkeitsdatum versus Verfallsdatum

Fast alle Lebensmittel sind noch Wochen, teils auch Monate über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus genießbar. Es ist mehr als Garantie des Herstellers zu sehen, dass das Lebensmittel ungeöffnet und bei richtiger Lagerung bis zu diesem Datum seine spezifischen Eigenschaften (Geruch, Geschmack) behält.

Einige Lebensmittel verderben bei richtiger Lagerung gar nicht, es kann höchstens sein, dass sie an Geschmack verlieren oder sich die Konsistenz verändert. Dazu gehören:

  • Honig: Kühl, trocken und fest verschlossen gelagert, bleibt Honig immer haltbar. Es dürfen allerdings keine Fremdkörper hineingelangen. Sollte er kristallisieren genügt es, den Honig einfach in einen noch warmen Backofen zu stellen. Durch die Wärme lösen sich die Kristalle wieder auf.
  • Reis: Bei trockener, luftdichter Lagerung wird Reis nicht schlecht. Einzige Ausnahme: Der braune, längliche Naturreis, da er einen höheren Fettgehalt hat.
  • Zucker: Auch Zucker ist unverderblich, weil Bakterien von Zucker allein nicht überleben können. Luftdicht gelagert, kann dem Zucker nichts etwas anhaben. Zieht aber Feuchtigkeit ein, wird er zu einem steinharten Klumpen.
  • Salz: Dieses Würzmittel wird niemals schlecht und verliert auch nicht an Wirkung. Kommt Feuchtigkeit ans Salz, wird es hart, was lediglich die Dosierung erschwert, daher sollte es trocken gelagert werden.
  • Ahornsirup: Wird Ahornsirup im Kühlschrank aufbewahrt, verlängert sich seine Haltbarkeit. In der Kühltruhe eingefroren, verdirbt er nie.

Mehr Nachhaltigkeit auf dem Speiseplan

Ein nachhaltiger Umgang mit Lebensmitteln lässt sich ganz einfach umsetzen. So kann man schon etwas für mehr Umwelt- und Klimaschutz tun, indem man Obst und Gemüse der Saison entsprechend einkauft und auf den Kauf regionaler Produkte achtet. Sie halten sich meist länger und erfordern keine langen Transportwege wie Importware. Damit wird auch weniger Obst und Gemüse entsorgt, das unterwegs beschädigt wurde.

Außerdem sollte man weniger Fleisch essen. Für jedes Kilo Fleisch müssen große Mengen an Wasser und Futtermitteln aufgewendet werden. Ein üppiger Fleischkonsum schadet daher der Umwelt. Es gibt auch große Unterschiede bei der Produktion von Fleisch. Deswegen sollte man beim Kauf genau darauf achten, woher das Fleisch kommt und unter welchen Bedingungen die Tiere gehalten wurden.

Was jeder einzelne für die Umwelt tun kann

Wirksamer Umweltschutz geschieht nicht nur in großen regionalen oder gar nationalen Kreisen, sondern beginnt im Kleinen. Jeder einzelne kann dazu beitragen, die Umwelt und die Ressourcen zu schonen. Schon leichte Veränderungen im Alltag machen es möglich, Nachhaltigkeit zu leben und eine grünere Zukunft aktiv mitzugestalten.

Weniger Lebensmittel verschwenden

Jedes Jahr werden etwa 20 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen – allein in Deutschland. Höchste Zeit also, etwas gegen diese immense Verschwendung von Lebensmitteln zu tun. Bevor man Essen wegwirft, das womöglich schon das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten hat, sollte man überprüfen, ob das Produkt tatsächlich abgelaufen oder doch noch genießbar ist.

Da ist das Vertrauen auf die eigenen Sinne gefragt: Riecht das Lebensmittel wie sonst auch und weist keine optischen Anzeichen für Fäulnis auf, ist es aller Wahrscheinlichkeit nach vollkommen in Ordnung. Im Zweifelsfall kann man den Geschmackstest machen. Ist auch hier keine Veränderung feststellbar, gibt es an dem Produkt nichts auszusetzen.

Ein weiterer Schritt zu weniger Lebensmittelverschwendung: Nur das kaufen, was man tatsächlich braucht. Auf der Einkaufsliste sollte daher das stehen, was man in absehbarer Zeit essen oder kochen möchte. Je gezielter der Einkauf, desto weniger landet später im Müll.

Unnötige Autofahrten vermeiden

Für mehr Umweltschutz hilft es, im Alltag weniger oft mit dem Auto zu fahren, wenn es nicht unbedingt notwendig ist. So kann man kürzere Strecken auch zu Fuß gehen oder zwischendurch mit dem Fahrrad fahren. Die Bewegung an der frischen Luft tut außerdem gut und erhält die Gesundheit.

Eine gute Alternative zum Auto sind die öffentlichen Verkehrsmittel. Gerade größere Städten sind in Sachen die öffentlichen Verkehrsnetze mit Bus und Bahnen in der Regel gut aufgestellt. Wer das Auto stehen lässt und dafür solche alternativen Transportmittel nutzt, trägt aktiv zu weniger Schadstoffemissionen und mehr Umweltschutz bei.

Weniger Müll produzieren

Ein wesentlicher Faktor beim Thema Umweltschutz: Die großen Berge an Müll, die täglich in der Natur landen und dort die Pflanzen und Tiere gefährden. Dabei ist es für jeden einzelnen gut umsetzbar, weniger Müll zu produzieren.

So kann man beim Einkaufen darauf achten, Produkte zu wählen, die keine oder möglichst wenig Verpackung haben, und das Obst nur dann in einer separaten kleinen Plastiktüte zu verstauen, wenn es unbedingt notwendig ist.

Eine tolle Initiative gegen unnötige Verpackungen ist das verpackungsfreie Einkaufen, das inzwischen mehrere Läden Sachsens anbieten. Dazu gehören der „Einfach Unverpackt“-Laden in Leipzig und der „Lose-Laden“ in Dresden. Dort bekommt man Produkte ganz ohne Verpackung.

Die Einkäufe lassen sich dann in Stofftaschen oder eigens mitgebrachten Behältnissen nach Hause transportieren, sodass auch hier keine zusätzliche Verpackung aus Plastik nötig ist. Die Plastiktüten vom Einkauf kann man auch als mehrfach verwendbare Mülltüten für den Plastikmüll benutzen, um den Abfall schließlich zum Gelben Sack zu transportieren.

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Beim Einkauf sollte man auf weniger Verpackungen und Plastikmüll achten.

Strom- und Wasserverbrauch reduzieren

Wer etwas für den Umwelt- und Klimaschutz tun möchte, sollte auch den Verbrauch von Strom und Wasser reduzieren. Zum Stromsparen sollte man nicht unnötig das Licht brennen lassen, wenn man den Raum verlässt. Auch der Standby-Modus elektronischer Geräte verbraucht Strom. Das lässt sich mit Mehrfachsteckdosen, die einen Generalschalter haben, auf einfache Weise verhindern.

Um den Wasserverbrauch zu senken, sollte man das Wasser in der Dusche oder im Wasch- und Spülbecken nicht unnötig laufen lassen. Außerdem muss Wäsche nicht zwingend nach einmal tragen schon wieder in die Waschmaschine. Wer darauf achtet und die Waschmaschine seltener in Gebrauch nimmt, kann viel Wasser sparen.

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