„Monster und Mythen“ im Japanischen Palais

Dresden - Mythen, die sich um Fabelwesen ranken, begleiten uns schon ein ganzes Leben. Gruselige Meeresmonster, sagenumwobene Nessie, wilde Affenmenschen und fabelhafte Einhörner - genau mit diesen Wesen befasst sich die neue Sonderausstellung im Japanischen Palais. "Monster und Mythen" wird am Samstag eröffnet.

Erinnern wir uns an unsere Kindheit, wenn es draußen gewitterte, wenn die Eltern Märchen vorlasen oder wir uns gruselten, durch den Wald oder die Dunkelheit zu gehen.Bis Anfang März 2019 können die Besucher in der neuen Sonderausstellung der Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden auf den Spuren solch sagenhafter Wesen wandeln und erfahren, was wissenschaftlich gesehen hinter ihnen steckt.
Vor allem besonders unzugängliche Regionen der Erde wie wilde Gebirgslandschaften, weite, dichte Wälder und nicht zuletzt die geheimnisvollen Tiefen des Ozeans regen bis heute die Fantasie der Menschen an. Wohl deshalb existieren rund um den Globus von alters her unzählige Geschichten über die abenteuerlichsten Geschöpfe.

© Sachsen Fernsehen

Aus Angst und Aberglauben erfanden Seeleute fürchterliche Ungeheuer, mit denen sie Naturerscheinungen und Gefahren erklärten. So bildet die berühmte „Carta Marina“ des Olaus Magnus von 1539 auch Seeschlangen und Riesenkraken ab. Dahinter verbergen sich Riemenfisch und Riesenkalmar – neben Nessie, Mosasaurus, Japanischer Riesenkrabbe und Quastenflosser nur zwei der zahlreichen lebensgroßen Nachbildungen von Kreaturen der Tiefsee, die in der Ausstellung bestaunt werden können.
Auch an Land gibt es viele Erzählungen über mysteriöse Geschöpfe. So findet sich in verschiedensten Kulturen die Legende vom „Wilden Mann“. Überdurchschnittlich groß, haarig und menschenähnlich soll er sein und abseits der Zivilisation in Wald- oder Bergregionen leben. Der Affenmensch Bigfoot ist eine moderne Variante dieses Wildmenschen. Ein weiterer berühmter Vertreter ist der behaarte Schneemensch Yeti, der in den eisigen Höhen des Himalaya sein Unwesen treiben soll. Doch was steckt tatsächlich hinter den meisten Sichtungen und Funden zu diesen Affenmenschen?
Wenn es um Mythen und Legenden geht, darf das Einhorn natürlich nicht fehlen. Wer kennt es nicht – das Fabelwesen in Pferdegestalt mit einem geraden Horn auf der Mitte der Stirn? In der Antike bereits um 400 v. Chr. beschrieben, soll es ein edles und makelloses Tier gewesen sein. War es tatsächlich das Horn dieses Fabelwesens, welches sich einst Könige und Fürsten zum Geschenk machten und in ihren Kunstkammern aufbewahrten?

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In den Märchen aus 1001 Nacht klammert Sindbad sich an das Bein des riesigen Vogels Roch, um von einer einsamen Insel zu entkommen. Auf welches Tier könnte diese Legende zurückgehen? Und wer oder was verbirgt sich hinter Zyklopen, wie dem einäugigen Polyphem, dem Odysseus in Homers gleichnamigen Epos begegnet?
Antworten gibt die neue Sonderausstellung „Monster und Mythen – Seeungeheuer, Einhorn und Co.“ der Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden, die vom 28.04.2018 bis 03.03.2019 im Japanischen Palais zu sehen ist.

Zur Ausstellung gibt es ein breites, museumspädagogisches Angebot für Kinder aller Altersklassen und Führungen für Erwachsene. Vorträge und Themenabende runden das Begleitprogramm ab.

Öffnungszeiten:
Di bis So, 10 bis 18 Uhr, montags geschlossen