Montags in Dresden – Die Ruhe vor dem Sturm

Die Meisten hielten sich am Montagabend an das Demonstrationsverbot in Dresden. Nur ein paar „Schaulustige“ versammelten sich auf dem Theaterplatz.+++

Trotz des verhängten Demonstrationsverbots in Dresden versammelten sich am Montag auf dem Theaterplatz etwa 200 Menschen.

Nach Angaben der Dresdner Polizei seien es Schaulustige gewesen, die nach Aufforderung den Platz verließen.

Dresdens Polizeipräsident Dieter Kroll zeigte sich am Dienstag erleichtert, dass das befürchtete Schreckensszenario nicht eingetreten sei.

„Eine Einschränkung der Versammlungsfreiheit für 24 Stunden wäre nicht das Ziel gewesen, sondern eine zwangsläufige und unausweichliche Wirkung.“

Trotzdem waren Montagabend insgesamt 1.700 Polizeibeamte in der Dresdner Innenstadt im Einsatz, um das Demonstrationsverbot durchzusetzen.

Grund für das Versammlungsverbot war ein geplanter Anschlag gegen PEGIDA-Chef Lutz Bachmann.

Ungeachtet der Anschlagsdrohung will die islamkritische PEGIDA-Bewegung am kommenden Montag wieder in Dresden demonstrieren. Bis dahin soll gemeinsam mit den Behörden ein Sicherheitskonzept erarbeitet werden.