„Monument“ wird zum Streitobjekt

Dresdem - Die Skulptur Monument vor der Frauenkirche soll kontroverse Debatten anstoßen und ist dabei seit dem Aufbau am Montag sehr erfolgreich. Heute wurde das Kunstwerk eröffnet.

An dem Kunstwerk „Monument“ in Dresden scheiden sich die Geister. Vor der Frauenkirche hat Oberbürgermeister Dirk Hilbert die Skulptur am Dienstag eingeweiht. Sprechchöre und wütende Menschen begleiteten die Szenerie auf dem Dresdner Neumarkt. In Anlehnung an AfD-Politiker Björn Höcke bezeichnet die aufgebrachten Menge die umstrittene Installation als „Schandmal“. Dirk Hilbert selbst sei ein Volksverräter.
Die Darstellung der drei Buswracks stößt einen hitzigen Streit in der Landeshauptstadt an. Dresdens Stadtoberhaupt hält überzeugt an dem Projekt fest. Noch vor der Einweihung hatten führende Sächsische SPD-Politiker das umstrittenen Projekt besucht. Eva-Maria Stange, Petra Köpping und Martin Dulig suchten am Dienstag das Gespräch mit den aufgebrachten Menschen. Die Provokation ist durch den Künstler gewollt. Sie soll zum Nachdenken Anregen. Aber auch in dieser Form?
Über zwei Monate soll mit den Bussen in der Landeshauptstadt ein Zeichen für Menschlichkeit setzen und Solidarität mit den Opfern im Nahen Osten zeigen. Gerade angesichts der Zerstörung Dresdens im Februar 1945 müssten den Menschen die Bilder aus Syrien bekannt sein. Am 13. Februar soll auch deshalb der Auftakt zur Menschenkette mit dem Oberbürgermeister an dem Kunstwerk vor der Frauenkirche stattfinden. Über das Streitprojekt ist in Dresden sicherlich noch nicht das letzte Wort gesprochen. Dresden ist nach wie vor eine gespaltene Stadt. Das beweist die Installation „Monument“ aufs Neue.