Mordfall neu verhandelt

Das Landgericht in Chemnitz beschäftigt sich ab Montag erneut mit einem 17 Jahre alten Mordfall.

1993 hatte ein heute 41 Jahre alter Vietnamese zwei Landsleute erschossen. Hintergrund für die Tat waren offenbar Schutzgeldforderungen.

Der Vietnamese gestand die Tötungen und wurde daraufhin zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Nach Ansicht seines Verteidigers war der Mann möglicherweise jedoch schuldunfähig. Ein neues Sachverständigengutachten stütze diese Annahme.

Nun muss das Landgericht Chemnitz alle Umstände erneut prüfen und beurteilen, so der Rechtsanwalt aus Bautzen. Zunächst sei der Mann in eine geschlossene Anstalt verlegt worden.

Bei einer Überprüfung war der Verurteilte nach 15 Jahren Haft medizinisch untersucht worden. Dabei wurde eine schwere psychische Erkrankung festgestellt, die nach Auffassung des Sachverständigen schon zum Tatzeitpunkt bestanden haben könnte.

Vorerst sind acht Verhandlungstage angesetzt. 18 Zeugen und mehrere Gutachter sollen dabei gehört werden.

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