Morlok: City-Tunnel bereichert Leipziger Stadtbild

ARCHITEKTURPREIS DER STADT LEIPZIG ZUR FÖRDERUNG DER BAUKULTUR 2013 verliehen.+++

Gestern Abend erhielt die Station Wilhelm-Leuschner-Platz des City-Tunnel Leipzig den ARCHITEKTURPREIS DER STADT LEIPZIG ZUR FÖRDERUNG DER BAUKULTUR 2013.
Gemeinsam mit dem Architekten Max Dudler nahm Sven Morlok, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr als Bauherr die Auszeichnung persönlich entgegen.„Die Station Wilhelm-Leuschner-Platz hat diesen Preis verdient. Sie ist nicht unumstritten, und das ist auch gut so. Denn nur was Aufsehen erregt und streitbar ist, kann einzigartig – und ausgezeichnet – sein. Meinen Glückwunsch an den Architekten Max Dudler für diese verdiente Auszeichnung,“ freut sich Minister Morlok über die Entscheidung der Jury. 
„Jede Station des City-Tunnels hat ihr ganz eigenes Gesicht, ihre eigene, hochwertige Gestaltung und einen individuellen Charakter. Viele U-Bahn-Stationen in anderen Metropolen sind im Gegensatz dazu triste Zweckbauten. Das hat Leipzig anderen Städten ab dem 15. Dezember voraus, wenn wir mit dem City-Tunnel in Betrieb gehen. Der City-Tunnel bereichert neben seinem verkehrlichen Nutzen auch das Leipziger Stadtbild.“ 
Südlich der Leipziger City werden die Fahrgäste in der Station Wilhelm-Leuschner-Platz von einer scheinbar tageslichtdurchfluteten Fassade empfangen – rund zwanzig Meter unter der Erde. Die Station erstreckt sich mit ihrem 140 Meter langen Inselbahnsteig in Nord-Süd-Richtung unter dem Martin-Luther-Ring bis zur Mitte des Wilhelm-Leuschner-Platzes. Die fast 130.000 Glasbausteinelemente, die von ihrer Rückseite mit rund 700 Leuchten angestrahlt werden, vermitteln unterirdisch den Eindruck von Tageslicht. Die außergewöhnliche Fassadengestaltung mit den Glasbausteinelementen setzt sich auch oberirdisch an den umgrünten Stationseingängen fort. Der Freistaat Sachsen finanziert den Bau des City-Tunnels mit rund 496 Millionen Euro. Das sind mehr als 50 Prozent der Gesamtkosten von 960 Millionen Euro. (pm)