Morlok: DB Netz Gewinne müssen in Investitionsbedarf fließen

Sachsens Verkehrsminister Sven Morlok (FDP) fordert die Deutsche Bahn AG auf, den vom Bundesrat am Freitag geforderten Maßnahmenkatalog zur Vermeidung von Störungen im Betriebsablauf, wie sie im vergangenen Winter massiv aufgetreten waren, schnellstmöglich zu erarbeiten und umzusetzen.

„Offensichtlich beruhten die Probleme der DB AG im letzten Winter nicht auf unvorhersehbaren Witterungen, sondern auf massiven Einsparungen in der Vergangenheit im Zusammenhang mit dem geplanten Börsengang und hohen Investitionen im Ausland. Die DB AG hat es schlicht versäumt, das Hauptaugenmerk auf ihr Kerngeschäft, die inländische Bereitstellung eines leistungsfähigen Bahnverkehrs, zu legen.“

„Es ist fünf vor zwölf für die DB AG, jetzt zügig alle Schwachstellen zu beseitigen. Ein erneutes Bahnchaos werden wir nicht mehr tolerieren“, so Morlok. Und weiter: „Grundsätzlich muss die DB AG in die Leistungsfähigkeit des Netzes investieren. Dazu sind jetzt wirkungsvolle Maßnahmen zu treffen. Die mit dem Netz erwirtschafteten Gewinne müssen in den weiteren Ausbau der Infrastruktur fließen.“

Notwendige Reparaturen konnten aufgrund von Kapazitätsengpässen nicht durchgeführt werden. Der Eisenbahnverkehr musste eingeschränkt werden, weil die benötigte Schneeräumtechnik ebenso wenig zur Verfügung stand wie flächendeckende Weichenheizungen und manuelle Räumkapazitäten.