Morlok: Sicherheit der Bahnreisenden absolute Priorität

Die Verkehrsminister der Länder haben auf ihrer Frühjahrskonferenz Anfang April in Potsdam gefordert, bis 2014 alle relevanten Bahnstrecken in Deutschland mit Zugbeeinflussungssystemen auszurüsten.

Diese Vorrichtungen sollen Züge zum Stoppen bringen, wenn ein Haltesignal überfahren wird. Im Rahmen der nächsten Verkehrsministerkonferenz wird zudem das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) über den Stand der Nachrüstungen informieren.

„Nach dem tragischen Zugunglück in Sachsen-Anhalt müssen zu Recht alle Sicherheitssysteme und -maßnahmen der deutschen Bahnstrecken auf den Prüfstand gestellt werden“, so der sächsische Verkehrsminister Sven Morlok (FDP) und weiter: „Die Sicherheit der Bahnreisenden hat absolute Priorität.“

Die ca. 170 km Eisenbahnstrecken unter Aufsicht des Freistaates Sachsen sind größtenteils bereits jetzt mit Zugbeeinflussungssysteme ausgestattet. Ausnahmen sind die nur maximal 30 km/h fahrenden Schmalspurbahnen.

Morlok: „Die eingleisigen sächsischen Bahnstrecken in Verantwortung des Bundes müssen nun ebenfalls schnellstmöglich sicherheitstechnisch nachgerüstet werden.“