Morlok: „Winterdienst gut gerüstet“

Der Verkehrsminister nimmt den Winterdienst ab!

„Der für die Jahreszeit frühe erste Schneefall Mitte Oktober hat gezeigt, dass Sachsens Autobahnmeistereien gut auf Schnee und Eis vorbereitet sind. Wir haben genügend Technik und Personal, um flexibel auf das Wettergeschehen reagieren zu können“, sagte Sachsens Verkehrsminister Sven Morlok (FDP) anlässlich der heutigen Winterdienstabnahme in der Autobahnmeisterei Chemnitz. Jährlich findet in Zusammenarbeit mit der Autobahnpolizei der „interne TÜV“ in den sieben sächsischen Meistereien statt. Dabei werden vor allem verschleißanfällige Technik, Hydraulik, Streueinrichtungen und Räumschilde überprüft.

An 19 neuralgischen Punkten sind an Sachsens Autobahnen Glättemeldeanlagen installiert. Die Messpunkte übermitteln alle 15 Minuten Lufttemperatur, relative Feuchte, Niederschlagsart und die Höhe des Wasserfilms auf der Fahrbahn sowie dessen Restsalzgehalt an den Deutschen Wetterdienst. Der errechnet daraus für die einzelnen Straßenmeistereien individuelle Wettervorhersagen.

„Als die Meteorologen für den 14. Oktober starken Schneefall am Erzgebirgskamm voraussagten, war die Meisterei Nickern rechtzeitig gewarnt und schickte umgehend die Winterdienstfahrzeuge auf die Strecke, die rund um die Uhr den Schnee räumten“, so der Minister weiter. „Das befürchtete Verkehrschaos durch den frühen Wintereinbruch ist so auf unseren Autobahnen ausgeblieben.“ Allein die Meisterei Nickern streute an diesem ersten Wintertag innerhalb von 24 Stunden 114 Tonnen Salz.

Die Befahrbarkeit der Bundesautobahnen hat oberste Priorität. Deshalb werden Räum- und Streuschleifen so eingerichtet, dass ein Räumfahrzeug einmal in drei Stunden einen Streckenabschnitt befährt. Bei starkem Schneefall soll ein Einsatz rund um die Uhr gewährleistet werden. Auf der A 17 oberhalb von Pirna, am Burkauer Berg an der A 4 zwischen Dresden und Bautzen oder an den Gebirgsabschnitten der A72 haben sich die Meister verpflichtet, diese Vorgabe möglichst zu unterschreiten.

Die Meisterei Chemnitz betreut insgesamt 105 Autobahnkilometer mit ihren Schneepflügen, Fräsen und Lastwagen mit Salzstreuern. In ganz Sachsen sorgen rund 200 Beschäftigte mit 63 Fahrzeugen dafür, dass 532 Autobahnkilometer frei von Schnee und Eis bleiben. Die Salzlager sind mit 10.000 Tonnen gefüllt und werden ständig nachgefüllt. In der zurückliegenden Saison wurden 34.000 Tonnen verbraucht. Die Kosten lagen wegen des strengen Winters bei etwa sechs Millionen Euro, im Jahr davor war es nur etwas mehr als die Hälfte.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit

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