Moscheebau im Chemnitzer Lutherviertel scheint fraglich

Die islamische Ahmadiyya-Gemeinde will im Chemnitzer Lutherviertel eine Moschee errichten.

Dafür hat die Religionsgemeinschaft ein Grundstück an der Bernhardstraße ausgewählt und bei der Stadt Chemnitz im Dezember des vergangenen Jahres einen Bauantrag eingereicht.

Dr. Rashid Nawaz, Wissenschaftler an der Bergakademie Freiberg, und 40 weitere Gemeindemitglieder in Chemnitz benötigen aus Platzgründen dringend einen Moscheebau.

Interview: Dr. Rashid Nawaz, „Ahmadiyya Muslim Jamaat“ Chemnitz

Die „Ahmadiyya-Gemeinschaft“ steht für einen weltoffenen, progressiven Islam. In Chemnitz wurde von den Mitgliedern bereits die Initiative „Muslime für den Frieden“ vorgestellt.

Bereits seit 2012 gibt es auch in Leipzig vieldiskutierte Pläne für einen Moscheebau der Religionsgemeinschaft. Kritik gibt es dabei vor allem an der traditionellen Bauweise mit Kuppel und Minarett.

In deutlich kleinerer Form soll die Chemnitzer Moschee gebaut werden. Jedoch sind auch hier Kuppeldach und Minarett geplant.

Interview: Dr. Rashid Nawaz, „Ahmadiyya Muslim Jamaat“ Chemnitz

Doch ob die Moschee an der geplanten Stelle errichtet wird, scheint äußerst unsicher.

Wie Stadtverwaltung gegenüber Chemnitz Fernsehen mitteilte, ist für das Grundstück, das sich in privater Hand befindet, eine andere städtebauliche Nutzung vorgesehen. So soll die bisherige Bebauung mit Wohnhäusern in diesem Gebiet symetrisch fortgesetzt werden.Ein entsprechend baurechtliches Verfahren sei bereits eingeleitet.

Die Ahmadiyya-Gemeinde hat allerdings noch keine Antwort der Stadt auf ihren Bauantrag erhalten.

Interview: Dr. Rashid Nawaz, „Ahmadiyya Muslim Jamaat“ Chemnitz

Gern würde die Chemnitzer Ahmadiyya-Gemeinde bereits 2017 oder 2018 ihre Moschee für Gebete und Veranstaltungen nutzen. Ob und an welcher Stelle dieser Wunsch in Erfüllung gehen kann, ist im Moment noch völlig unklar.