Müllkraftwerk auf der Tagesordnung

Chemnitz – In der kommenden Woche soll der Chemnitzer Planungs-, Bau- und Umweltausschuss über ein umstrittenes neues Kraftwerk am Standort Weißer Weg entscheiden.

Dieses soll nach Plänen der Stadt auf einem Areal zwischen Dresdner Straße und Weißem Weg gebaut werden können. Bislang werden in der nahegelegenen Behandlungsanlage für Restabfälle aus Müll Brennstoffpellets gepresst und zur Verbrennung ins Kraftwerk Jänschwalde in der Lausitz gebracht.

Der Abnahmevertrag läuft allerdings bis 2020 aus, so dass eine neue Lösung gefunden werden soll.

Mit einer CO²-freien Verbrennungsanlage will der Abfallwirtschaftsverband Chemnitz nun Strom und Fernwärme erzeugen.

Bei den unmittelbaren Anliegern wie dem Kleingartenverein an der Dresdner Straße stoßen diese Pläne auf wenig Gegenliebe. Sie sorgen sich um steigende Belastung durch Emissionen und fordern eine erneute Standortsuche. Die Prüfung von Alternativen sei aber laut Stadt schon abgeschlossen. Der Standort „Weißer Weg“ sei aufgrund der kurzen Transportwege die beste Variante.