Mülsen: Pkw-Brand war ein Verkehrsunfall

Mülsen, OT Stangendorf: Nach der technischen Begutachtung des ausgebrannten Fahrzeuges durch Spezialisten liegen nun erste Ergebnisse vor.

Danach lassen sich Suizid und Verbrechen im Zusammenhang mit dem Tod der drei Brandopfer ausschließen.

Alle Untersuchungsergebnisse deuten auf einen tragischen Verkehrsunfall und eine Verkettung unglücklicher Umstände hin.

Nachdem das Fahrzeug von der Fahrbahn abgekommen und eine Böschung hinabgefahren war, schlug es auf der sich anschließenden Wiese mit dem Fahrwerk hart auf. Infolge der dabei entstandenen Schäden am Pkw ließ sich dieser nicht mehr steuern. Darüber hinaus kam es durch den Aufprall zu einem Blockieren der Antriebseinrichtungen, sodass der Motor das Fahrzeug weiter beschleunigte. Nach der Kollision des Opels mit einem Baum trieb der Motor die nun auf der Stelle rotierenden Räder weiter an, sodass sich die Reifen überhitzten, was letztlich auch zur Brandlast beitrug.

Ursächlich für den Brandausbruch waren ein Kurzschluss an der durch den Aufprall beschädigten Elektroanlage und ausgetretener Treibstoff am beziehungsweise im Fahrzeug.

Zu allem Unglück stand der Opel unmittelbar neben einem weiteren Baum, sodass die Fahrertür weitestgehend blockiert war. Auch dies hinderte die Fahrzeugführerin die Kinder und sich selbst aus dem brennenden Pkw zu retten.

Die rechtsmedizinischen Untersuchungsergebnisse zur Identitätsfeststellung bei den drei Verstorbenen werden am Freitag erwartet.
Über das amtliche Kennzeichen des verunfallten Fahrzeuges gewonnene Ermittlungsansätze zur Identität der Insassen lassen sich deshalb noch nicht verifizieren.

Nach wie vor sucht die Polizei dringend Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang machen können. Hinweise erbittet die Polizeidirektion Südwestsachsen, Telefon 0375/428-4480.

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